Das Ziel ist es, junge Menschen für den Ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren

Berufsbildungswerk setzt auf eine Ricoh Pro C7500

Gemeinsam am Start (v. l.): Ricoh-Vertriebsleiter Martin Maas, Vasileuos Anastasiou (angehender Drucker), Thomas Emme (regionaler Vertriebsspezialist RGC),
Justin Pochwyt (angehender Drucker) und Jörg Ittermann (Produktionsleiter Druck- und Medientechnik).

Seit Anfang Februar arbeitet die Druck- und Medientechnik des Berufsbildungswerkes (BBW) Volmarstein auf einer Ricoh Pro C7500. Dieser Sprung nach vorn sichert die Ausbildung ab: Die jungen Leute lernen direkt an der Technik, die der moderne Arbeitsmarkt verlangt. Das ist entscheidend, denn das BBW ist ein besonderer Ausbilder.

„Wir bilden junge Menschen in allen Bereichen der grafischen Industrie aus“, erklärt Jörg Ittermann, Produktionsleiter der Druckerei. „Die Bandbreite reicht von den Mediengestaltern für Print und Web über den Offset- und Digitaldruck bis hin zur Buchbinderei.“ Bei den Auszubildenden handelt es sich ausschließlich um junge Menschen mit Beeinträchtigungen, das Spektrum reicht von Autismusspektrum-Störungen bis hin zu sichtbaren Körperbehinderungen. Stehen am Anfang diverse Vorbereitungsmaßnahmen – viele kommen von Förderschulen – durchlaufen sie nach deren Abschluss eine ganz normale Ausbildung mit SIHK-Abschluss, „und im besten Fall verlassen sie uns mit einem Facharbeiterbrief mit dem Ziel der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt.“

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Derzeit befinden sich 36 junge Menschen in der Ausbildung in der Druckerei in Wetter (Ruhr), die zwar auch in Lohn arbeitet, aber nicht aktiv in den kommerziellen Wettbewerb tritt. „Wir kooperieren durchaus mit Partnerbetrieben aus der Region, für die wir als vollstufige Druckerei Dienstleistungen erbringen“, erläutert Ittermann. Ein wesentlicher Auftraggeber indes ist zudem die „Mutter“ des BBW, die Evangelische Stiftung Volmarstein – mit 3.500 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber des Ennepe-Ruhr-Kreises. „Alles, was die Stiftung mit ihren Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen an Druckerzeugnissen benötigt, kommt von uns.“

Offset adieu!

Bis Ende 2027 plant das BBW den Abschied vom Offsetdruck. Die traurige Wahrheit ist: Menschen, die in Volmarstein als Drucker arbeiten und oft körperlich eingeschränkt sind, haben es schwer, einen Job im Offset-Bereich zu finden. Im Digitaldruck sieht das anders aus. Deshalb setzt die Druckerei voll auf Digitalisierung – und Hersteller Ricoh spielt für das Bildungswerk dabei eine wichtige Rolle.

„Auf der drupa hat uns das BBW seine Pläne für die Zukunft vorgestellt“, erinnert sich Ricoh-Vertriebsleiter Martin Maas. Seit 2021 liegt der Fokus des BBW voll auf dem A3-Markt, wofür beispielsweise massiv in die Buchbinderei investiert wurde, um den Maschinenpark technologisch auf Vordermann zu bringen. „Bei der Aufstellung des Drucksystems“, erläutert Thomas Emme, regionaler Vertriebsspezialist RGC, „ging es uns nicht nur um eine funktionierende Technik. Ebenso wichtig war es uns, die jungen Leute von Anfang an mitzunehmen. Sie waren in den Installationsprozess eingebunden, damit sie vom ersten Tag an eine echte Bindung zur neuen Maschine aufbauen konnten.“

(Bild links): Das neue Herzstück der Druckerei: Die Ricoh Pro C7500 überzeugt in Volmarstein durch einfache Handhabung und höchste Präzision im Digitaldruck.
(Bild rechts oben): Über diesen Einzug laufen im BBW Volmarstein nicht nur Standardpapiere, sondern auch Bannerformate bis 960 mm.
(Bild rechts unten): Das fünfte Farbwerk ermöglicht dem BBW den Einsatz von Weiß, Neonpink und Neonyellow für maximale kreative Freiheit.

Flexibel in Sachen Medien und Farbe

Für das Berufsbildungswerk wurde die tonerbasierte Ricoh Pro C7500 mit dem optionalen fünften Farbwerk ausgestattet. Das ermöglicht in Volmarstein den Einsatz von Weiß, Neonpink oder Neongelb. „Damit decken wir ein maximales Farbspektrum ab“, erklärt Thomas Emme. „Besonders die Kombination aus Deckweiß und strukturierten Medien eröffnet völlig neue kreative Wege. Man kann jetzt zum Beispiel Kraftkarton oder dunkle Folien in einem einzigen Arbeitsgang mit Weiß unterdrucken und direkt farbig überdrucken.“ Das System von Ricoh ermöglicht außerdem das Bedrucken von Transfermedien; die Druckerei denkt bereits über den reinen Papierdruck hinaus, wofür die Ma-schine die besten Voraussetzungen bietet. So zeigt sie sich bei Bedruckstoffen extrem flexibel: Das Spektrum reicht von sehr dünnen Qualitäten bis hin zu starken Grammaturen von 470 Gramm (bzw. 600 μ). Ein entscheidender Faktor für die Produktivität ist zudem das Bannerformat von bis zu 96 × 33 cm.

„Damit wir hochvolumige Aufträge oder auch die langen Bannerformate am Stück produzieren können, haben wir zum Drucksystem noch einen Stacker hinzugefügt“, so Ittermann. Gesteuert wird die gesamte Technik über einen Fiery-Controller: Durch die Vernetzung von Softwarelösungen wie Spot Pro und Impose am Controller lassen sich die komplexen Anforderungen moderner Druckaufträge effizient und digital gesteuert abbilden. Thomas Emme betont dabei einen entscheidenden Punkt: „Die Ricoh Pro C7500 garantiert perfekt registrierte Druckbogen, und genau die braucht man, damit in der Weiterverarbeitung alles reibungslos läuft.“

Die nächste Etappe auf dem Weg der Neuaufstellung der BBW-Druckerei ist der Einstieg in den Großformatdruck: Geplant ist die Anschaffung eines UV/LED-Systems. Ricoh wird dabei als Partner wieder eine wichtige Rolle spielen.

PRAKTIKA-PLÄTZE GESUCHT

Zur Ausbildung beim Berufsbildungswerk Volmarstein gehören Praktika, weshalb das BBW ständig Betriebe in der Region sucht, die den jungen Talenten diese Chance geben.

Kontakt:

BBW Volmarstein
www.volmarstein.org

Druck und Medientechnik
short-url.org/volmarsteindruckt

Ricoh
www.ricoh.de