Folgeinvestition nach jahrelanger, erfolgreicher Digitaldruck-Produktion
Druckerei Becker investiert in Ricoh Pro C7500
von Redaktion,
Vor der neuen Ricoh Pro C7500
(v.l.): Falko Becker, Geschäftsführer Druckerei
Becker; Dieter Hilmer, Regionalverkaufsleiter
Mitte Digitaldrucksysteme bei
Nothnagel; Frank Bannert, Senior Sales
Specialist, Production Printing, Ricoh.
Wenn ein traditionsreiches Familienunternehmen in neue Technik investiert, ist das selten eine spontane Entscheidung. Es ist ein bewusst gesetztes Zeichen – für Kontinuität, für Zukunftssicherheit und für den Anspruch, den eigenen Kunden auch morgen Lösungen zu bieten, die heute noch nicht selbstverständlich sind.
Mit der Installation der Ricoh Pro C7500, einem tonerbasierten Farb-Bogendrucksystem mit einer maximalen Druckgeschwindigkeit von 95 Seiten pro Minute und einer empfohlenen monatlichen Spitzenauslastung von rund 260.000 Seiten, hat die Druckerei Becker ein solches Zeichen gesetzt. Begleitet wurde das Projekt vom langjährigen Fachhandelspartner Nothnagel und seinem Regionalverkaufsleiter Dieter Hilmer, der die Investition von der Entscheidungsphase bis zur Inbetriebnahme unterstützte.
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Mit einem klaren Blick nach vorn
Die Druckerei Becker in Merenberg gehört zu den Betrieben, deren Geschichte eng mit der Entwicklung des deutschen Akzidenzdrucks verbunden ist. 1975 von Harald und Kristin Becker als kleine Garagendruckerei gegründet, wuchs das Unternehmen Schritt für Schritt zu einer modernen Offset- und Digitaldruckerei heran (siehe auch Grafische Palette 2/2021, Seite 24). Schon früh zeigte sich dabei eine Offenheit für neue Technologien. Ein sichtbares Beispiel dafür war die genannte Entscheidung im Jahr 2021, eine Ricoh Pro C7200x zu installieren. Mit ihrer fünften Farbstation eröffnete sie der Druckerei neue kreative Spielräume – von Weißdruck über Lack bis hin zu Sonderfarben – und legte den Grundstein für ein deutlich erweitertes Digitaldruckportfolio.
Die neue Maschine sorgt bei Becker für höhere Qualität, Effizienz und Produktionssicherheit. (Bild: BY MSCHERHAG)
Warum die nächste Stufe?
Ausschlaggebend für die Investition in die Pro C7500 war weniger ein einzelnes Leistungsmerkmal als vielmehr das Gesamtpaket: höhere Produktivität, nochmals verbesserte Druckqualität und ein hohes Maß an Prozessstabilität. Das System arbeitet mit einem einer Auflösung bis 2.400 × 4.800 dpi, was feine Raster, homogene Flächen und eine stabile Bildqualität auch bei anspruchsvollen Motiven ermöglicht. Gerade in einem Betrieb, der sowohl kleine personalisierte Auflagen als auch anspruchsvolle Akzidenzprodukte fertigt, zahlt sich diese Kombination im Alltag aus.
Die neue Maschine erlaubt es, auch unterschiedlichste Substrate sicher zu verarbeiten, hohe Grammaturen ebenso wie Sonderformate. Sie deckt ein Spektrum von etwa 40 bis 470 g/m² ab und verarbeitet Formate von A6 bis hin zu Bannern mit 700 mm Länge mittels separatem Papierfach oder sogar 1.260 mm bei manueller Anlage, sodass sowohl Standardjobs als auch Langformate und dicke Kartons auf demselben System laufen können. Gleichzeitig bleibt die Registerhaltigkeit auch bei komplexeren Jobs konstant hoch. Für Geschäftsführer Falko Becker bedeutet das vor allem eines: Planungssicherheit. Aufträge lassen sich verlässlicher kalkulieren, Durchlaufzeiten verkürzen sich, und auch kurzfristige Kundenwünsche können flexibler umgesetzt werden.
Falko Becker vor dem ersten Heidelberg-Cylinder des Unternehmens. Er läuft noch heute und steht neben dem Offset- und Digitaldruck des Unternehmens für die gute Zusammenarbeit von Tradition und Moderne. (Bild: BY MSCHERHAG)
Kreativität als wirtschaftlicher Faktor
Ein besonderer Reiz der Ricoh Pro C7500 liegt – wie schon bei ihrem Vorgängermodell – in der fünften Farbstation. Metallicfarben, Weiß oder Lack sind bei Becker längst keine exotischen Sonderanwendungen mehr, sondern fest im Portfolio verankert. Broschüren mit partiellen Effekten, aufmerksamkeitsstarke Mailings oder hochwertige Geschäftsdrucksachen mit Veredelung sprechen Kunden an, die bewusst nach Differenzierung und Individualität suchen.
Ein weiterer Baustein der Investition ist das Zusammenspiel der Maschine mit Fiery Graphic Arts Pro. Fehler werden früher erkannt, Farben verlässlicher reproduziert und Abläufe in der Druckvorstufe entspannter. Werkzeuge wie erweiterte Preflight-Prüfungen, präzise Spotfarbverwaltung und ein RIP-Viewer zur Kontrolle gerasterter Daten helfen, typische Probleme mit PDF-Dateien und Markenfarben bereits vor dem Druck zu entschärfen. So lassen sich manche Korrekturschleifen reduzieren und unnötige Makulaturen vermeiden. Dem Unternehmen bringt das nicht nur eine höhere Effizienz, sondern auch mehr Ruhe im Produktionsalltag. Mitarbeiter können sich stärker auf Qualität und Kundenservice konzentrieren, statt wertvolle Zeit mit der Fehlersuche zu verbringen.