Missionsziel erreicht

Etiketten-Meister und PrintsPaul entwickeln Multilayer-Lösung für Digitaldrucker

Die beiden Etiketten-Meister Alexander Weber und Axel Meyer sowie ihr Technologie-Partner Paul Arndt (von links). Tatsächlich finden sich in der Druckerei fast ausschließlich Maschinen zur Etikettenweiterverarbeitung von PrintsPaul.

Multilayer-Etiketten werden in vielen Branchen immer wichtiger. Überall dort, wo auf kleinem Raum sehr viel Information untergebracht werden muss, kann das praktisch nur erreicht werden, wenn man sie gewissermaßen stapelt. Die verschiedenen Schichten eines Etiketts können so Warnhinweise, Inhaltsangaben und andere gesetzlich vorgeschriebene Informationen tragen. Vorteil für den Hersteller: Nur noch ein Etikett für alle Märkte, freier Platz für Logos, Abbildungen und dergleichen auf der Oberfläche.

Die europäische CLP-Verordnung regelt solche Pflichangaben auf Etiketten und schärft sie regelmäßig nach. Die in naher Zukunft bevorstehende nächste Revision behandelt beispielsweise strengere Vorgaben zu Mindestschriftgrößen, Buchstabenabständen und Farbkontrasten. Das wird viele Hersteller zwingen, ihre Etikettenformate anzupassen.

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Ansturm auf Multilayer erwartet

„Und auf diese Nachfrage wollen wir vorbereitet sein“, sagt Alexander Weber, Prokurist und Produktionsleiter bei Etiketten-Meister. Er und Geschäftsführer Axel Meyer haben die Druckerei in Hilden seit 2017 konsequent zu einem ausschließlich digital druckenden Etikettenhersteller umgebaut. Und schon seit einigen Jahren tüfteln sie dabei an einer Lösung, die eine Multilayer-Etiketten-Produktion auch für kleinere Auflagen ermöglicht. Zusammen mit dem bewährten Technologiepartner PrintsPaul nahm diese Lösung schließlich Gestalt an. „Ziel war es, die Produktion für den Digitaldruck zu optimieren und zugleich die Komplexität zu reduzieren“, nennt Paul Arndt, Geschäftsführer von Printspaul, den Entwicklungsansatz. Die Lösung war paradoxerweise ein analoger Prozess: Auf einem Deluxe-Starline-Rahmen von PrintsPaul wird zunächst der Liner der Etikettenbahn abgehoben und dann auf einem semirotativen Flexodruckwerk die Etiketten-Information direkt auf die Klebeschicht gedruckt und die Bahn anschließend wieder aufgewickelt. Die Rolle wird dann in einen PrintsPaul-Laminator Kurt 450 übernommen, der die Bahn mit einer weiteren bedruckten Schicht vervollständigt. Anschließend können die nun dreilagigen Etiketten wie sonst auch weiterverarbeitet, also beispielsweise gestanzt werden. „Die Herausforderung ist die Passergenauigkeit“, sagt Axel Meyer. „Das konnten wir durch gedruckte Markierungen und Sensoren auf beiden Seiten der Bahn sowie eine ausgeklügelte Steuerung der Bahngeschwindigkeiten präzise lösen.“

Demonstration eines dreilagigen Multilayer-Etiketts. Durch die Anordnung mehrerer gedruckter Lagen über-einander lassen sich viele Informationen unterbringen.

Mietkauf hat sich bewährt

„Auch der Etikettenmarkt wird immer schneller und kleinteiliger“, sagt Axel Meyer. „Digitaldrucker wie wir brauchen eine Technik, die einfach und robust ist und schnelle Jobwechsel erlaubt.“ Seit Herbst 2025 ist das nun dank der Zusammenarbeit mit PrintsPaul Realität. Beide Maschinen, sowohl der Starliner als auch der Laminator, wurden über die Mieten, Testen, Kaufen-Option bei PrintsPaul erworben. „Für uns ist das perfekt, weil es uns die Möglichkeit verschafft, Dinge ohne hohe finanzielle Risiken auszuprobieren“, schließt Alexander Weber.

Alexander Weber und Paul Arndt an der Produktionsstraße für Multilayer-Etiketten. Vorne der Laminator Kurt 450, hinten der Starliner mit dem Flexodruckwerk.

Kontakt:

Düssel-Druck & Verlag
www.Etiketten-Meister.de

PrintsPaul
www.printspaul.com