Komplettaufkauf bei Plump

Aribas übernimmt den Maschinenpark der insolventen Druckerei

Ein trauriges Bild bietet der verweiste Drucksaal von Plump Druck & Medien. Das Unternehmen hatte sich auf hochvolumige Buchprodukte wie zum Beispiel Schulbücher spezialisiert und seine Investitionen daran ausgerichtet.

Kalt erwischt hat es die Plump Druck & Medien GmbH in Rheinbreitbach im Herbst 2025. Die seit rund 50 Jahren bestehende Akzidenzdruckerei, ein Spezialist für die Verlagsbranche und Bücher, erlebte in der zweiten Jahreshälfte 2025 plötzlich und ohne Vorwarnung einen dramatischen Einbruch der Auftragslage. Zwar war das Unternehmen mit dieser Situation nicht allein – die ganze Region verzeichnete ähnliche Rückgänge. Plump aber traf es besonders hart: Die Druckerei hatte in den letzten Jahren immer wieder Investitionen in neue Technologie getätigt, um seinen Kunden die bestmögliche Leistung zu garantieren – zuletzt direkt vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

So wurde ein neuer Klebebinder, eine neue Achtfarben-Wendemaschine und ein neuer Sammelhefter beschafft. Mit den Auftragsverlusten brach für Plump jedoch die ganze darauf basierende Kalkulation zusammen. Es blieb am Ende nur, Insolvenz anzumelden und den Schaden zu begrenzen.

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„Wir erfuhren davon aus der Fachpresse“, erzählt Sandra Rotoli, Vertriebsmitarbeiterin der Aribas Printing Machinery GmbH in Köln, einem Spezialisten für Gebrauchtmaschinen. „Für uns und viele andere Menschen in der Branche war das eine bedrückende Nachricht.“ Aribas nahm daraufhin Kontakt mit der Insolvenzverwalterin auf und stieß auf offene Ohren.

In diese Achtfarben-Offsetdruckmaschine von König & Bauer hatte
Plump Druck & Medien erst kurz vor der Corona- Pandemie investiert, ebenso wie…
…in diesen Klebebinder Pantera von Müller Martini. Aufgrund der schlechten Auftragslage konnten die Kredite für diese Anlagen nicht mehr bedient werden.

Gute Verkaufsaussichten

„Wir haben dann die Maschinen aufgrund des Alters, der Laufleistung und Nachfrage bewertet. Die Maschinen befinden sich in einem sehr guten Zustand und sind gefragt auf dem weltweiten Gebrauchtmaschinenmarkt. Anschließend haben wir ein Angebot inklusive Zahlungsziel und Demontage vorgelegt. Die Konkurrenz tat das Gleiche“, berichtet Sandra Rotoli. Aribas erhielt am Ende den Zuschlag.

Für die Demontage verfügt Aribas über ein sechsköpfiges Spezialisten-Team und einen eigenen 14-Tonnen-Elektrostapler sowie eine mobile Hebebühne, so dass die drei Offsetdruckmaschinen, der Klebebinder, der Sammelhefter sowie die Falz- und Schneidemaschine zügig ausgeräumt werden können. Nicht alle der Maschinen wandern zunächst in das Aribas-Lager in Leverkusen: „Aufgrund des guten Zustands der Maschinen und der Tatsache, dass die Nachfrage nach gebrauchten Maschinen ständig wächst, konnten wir für einige von ihnen bereits neue Eigentümer finden“, sagt Sandra Rotoli. „Sie werden direkt dorthin geliefert.“

Kontakt:

Aribas
www.aribas.de