paper republic setzt für seine Leder-Notizbücher auf Schneidtechnologie von Zünd
von Redaktion,
Ledernotizbücher „le trifold“ von paper republic.
Paper republic, ein österreichisches Start-up, das vor 13 Jahren von Jérôme Bacquias gegründet wurde, hat eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben. Rund um die exklusiven Notizbücher aus Leder ist eine Marke entstanden, die sich aufgrund ihrer Authentizität, schlichten Schönheit und stilvollen Gestaltung weltweit etabliert hat. Die Notizbücher sind als langlebige Begleiter konzipiert, mit denen Termine fixiert, Ideen zu Papier gebracht und Gedanken und Skizzen festgehalten werden.
„Ich hatte gerade meinen Job gekündigt und stand kurz davor, Vater zu werden“, berichtet Bacquias. „Ich hatte keinerlei Erfahrung mit Papier oder Leder. Alle haben Apps erstellt, ich habe auf Papier gesetzt. Unternehmen haben ihre Produktion nach Asien ausgelagert, wir sind in Europa geblieben. Unser Ziel ist es, authentische Produkte mit einer Geschichte und Seele herzustellen.“
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Ein Notizbuchsystem, das mitwächst
Das Konzept der Notizbücher ist bis ins letzte Detail durchdacht und gekonnt in Szene gesetzt. Es sind keine fertigen Notizbücher. Der Kunde wählt eine Lederhülle in gewünschter Farbe und Format aus und mit Paper-„Refills“ kann er das Notizbuch individuell gestalten und laufend erneuern.
Die Hülle – pflanzlich gegerbtes Leder aus Italien – bleibt, sie bekommt über die Jahre eine einzigartige Patina. Und sie kann mit Namen oder Initialen personalisiert werden. Die Refills sind mit wunderschönen Illustrationen bedruckt, die Papierlieferanten kommen aus Schweden und Österreich. Zum Einsatz kommen holzfreie, FSC-zertifizierte Papiere. Die Refills werden in Österreich gedruckt und die offene Fadenheftung verleiht ihnen eine exklusive Anmutung. Die Idee von Jérôme Bacquias ist voll und ganz aufgegangen. Heute beschäftigt das Unternehmen 100 Mitarbeiter, die in den Werkstätten in Wien täglich an die 1.000 Notizbücher produzieren und in die ganze Welt verschicken. Vor Kurzem wurde in Wien der erste Flagship Store eröffnet. Der Shop ist auch ein Café und Atelier, das zum Verweilen und Kreativsein einlädt und die Atmosphäre der geschichtsträchtigen Stadt einfängt.
Wenn Erfolg zum Prozess-Thema wird
paper republic produziert ausschließlich auf Bestellung. Dabei ist es dem Unternehmen wichtig, so viele Arbeitsschritte wie möglich inhouse durchführen zu können. Einerseits, um die Wertschöpfung im Unternehmen zu halten, andererseits, um die Qualität kompromisslos umzusetzen. Mit dem steigenden Bestellvolumen stieß man in der Produktion allerdings an Grenzen, was die für das Online-Geschäft typischen kurzen Reaktions- und Lieferzeiten betraf.
Gerade im Lederzuschnitt, der mit einer manuellen Stanze erfolgte, kam es zu Engpässen. Hier suchte paper republic nach einer Lösung, um die Produktivität im Zuschnitt deutlich zu steigern. Dabei stieß man auf den Schweizer Hersteller Zünd, der mit dem L3-Cutter ein digitales Schneidsystem für die Lederbranche anbietet, das sich in der Praxis auf der ganzen Welt vielfach bewährt. Überzeugt hat der L3-Cutter insbesondere mit dem Umstand, dass er auf Dauerbetrieb ausgelegt ist. Möglich macht dies ein Tandem-Workflow, bei dem die Arbeitsfläche des L3-Cutter in zwei Hälften geteilt wird. Während auf der einen Tischhälfte geschnitten wird, kann auf der anderen der nächste Job vorbereitet werden.
paper-republic-Geschäftsführer Jérôme Bacquias beim Materialcheck am Zünd-Cutter L3.
Der Schritt zum digitalen Lederzuschnitt
In dieser Konfiguration betreibt auch paper republic den Cutter und spricht in dem Zusammenhang von einer Verdreifachung des Outputs im Vergleich zum manuellen Stanzen. Positiv bewertet Max Busch, Operation & Process Optimization, auch den Umstand, dass aufgrund des präzisen Schnitts zusätzliche Arbeiten wie das Abbrennen der Kanten oder das manuelle Nachschneiden entfallen. Und auch die Kosten für Stanzwerkzeuge können eingespart werden.
Da Leder ein organisches Material ist, werden die einzelnen Häute, bevor sie zugeschnitten werden, von einem Mitarbeiter optisch beurteilt und etwaige Fehler und Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche mit Kreide markiert. Mit einer Kamera wird die Haut mitsamt Markierungen erfasst und allfällige schadhafte Stellen für den Zuschnitt gesperrt. In einem nächsten Schritt werden die Schnittteile auf dem Leder verschachtelt. Dabei wird die Lederhaut so optimal wie möglich ausgenutzt. Dadurch lässt sich Verschnitt weitgehend vermeiden.
In der paper-republic-Manufaktur.
Der Cutter wächst mit den Anforderungen
Ein angenehmer Nebeneffekt in Verbindung mit dem Cutter von Zünd ist, dass die Produktionsdaten erfasst werden und paper republic dadurch jederzeit den Überblick hat, was in welcher Zeit und Menge produziert wurde. Das Design-Team greift auch bei der Produktentwicklung gerne auf den L3 von Zünd zurück, da man sehr einfach und schnell Dinge ausprobieren und weiterentwickeln kann. So wird die Produktpalette laufend erweitert.
Aber auch bei der Umsetzung von markenkonformen Werbegeschenken kann der Zünd-Cutter seine Vielseitigkeit ausspielen. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit dem Zünd-Cutter neue Anwendungsfelder erschlossen. Ein Beispiel sind Kartonverpackungen für personalisierte Werbegeschenke in Kleinauflagen. Hier profitiert paper republic auch von dem modularen Ansatz der Zünd-Cutter, die mit den Anforderungen mitwachsen können.