Canon unterstützt erfolgreiche Korallenzucht auf den Seychellen
von Redaktion,
Acropora tenuis cf. Macrostoma: erstmals erfolgreiches Laichen in der ARC Einrichtung von Nature Seychelles(Bild: Canon)
Mit Unterstützung von Canon ist es Forschenden auf den Seychellen gelungen, Korallen erstmals unter kontrollierten Bedingungen erfolgreich zum Laichen zu bringen. Die dabei eingesetzten Bildgebungstechnologien liefern wichtige Daten für die Erforschung und Wiederherstellung geschädigter Korallenriffe.
Auf der Seychellen-Insel Praslin ist Forschenden ein wichtiger Schritt für den Schutz von Korallenriffen gelungen. Im ersten landbasierten Korallenzuchtlabor Afrikas und des westlichen Indischen Ozeans wurden Korallen erstmals unter kontrollierten Bedingungen erfolgreich zur Fortpflanzung gebracht. Das Labor entstand in Zusammenarbeit von Nature Seychelles, Coral Spawning International und Canon EMEA im Rahmen der ARC-Initiative (Assisted Recovery of Corals).
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Seit der Inbetriebnahme im November wurden dort rund 800.000 Korallenembryonen aus 14 Kolonien der Art Acropora tenuis cf. macrostoma erzeugt. Etwa 65.000 Jungkorallen konnten sich bereits erfolgreich ansiedeln. Die Forschenden hoffen, damit langfristig die genetische Vielfalt und die Widerstandsfähigkeit der Korallenriffe auf den Seychellen zu stärken.
Anders als beim klassischen Korallengärtnern, bei dem meist genetisch identische Korallen vermehrt werden, setzt das Labor auf sexuelle Fortpflanzung. Eine wichtige Rolle spielen dabei die von Canon bereitgestellten Bildgebungstechnologien. Sie ermöglichen eine genaue Beobachtung und Dokumentation der Laichvorgänge sowie der frühen Entwicklungsstadien der Korallen.
„Das erste erfolgreiche Laichereignis in unserem Labor markiert einen Wendepunkt für die Korallenrestauration auf den Seychellen“, sagt Dr. Nirmal Shah, CEO von Nature Seychelles. „Seit November 2025 sehen wir, dass Korallennachwuchs nicht nur überlebt, sondern sich ansiedelt, wächst und kritische frühe Lebensphasen übersteht. Damit wird aus einem einzelnen Laichereignis ein kontinuierlicher Prozess lebendiger Riffbildung. Im nächsten Schritt geht es darum, diese Ergebnisse zu skalieren, unser Wissen über prioritäre Arten zu vertiefen und Studierende sowie Partner stärker einzubinden.“
Die Bildgebungstechnologien liefern wichtige Daten zu Fortpflanzungszeitpunkten sowie zu frühen Wachstums- und Überlebensphasen. Diese Erkenntnisse sollen helfen, Korallenriffe widerstandsfähiger gegen Belastungen wie Korallenbleiche zu machen.
„Dass das Labor bereits kurz nach der Inbetriebnahme sein erstes natürliches Laichereignis verzeichnen konnte, zeigt die Stärke dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Die Imaging-Technologien von Canon ermöglichen es uns, reproduktive Prozesse mit einer Präzision zu beobachten, die zuvor nicht möglich war“, sagt Dr. Jamie Craggs, Mitgründer von Coral Spawning International.
Im weiteren Verlauf des Jahres sollen die im Labor gezüchteten Jungkorallen gezielt in bestehende Riffstrukturen eingebracht werden. Gleichzeitig wird die Ausbildung lokaler Fachkräfte durch zusätzliche technische Schulungen ausgebaut. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse für den langfristigen Schutz und die Wiederherstellung von Korallenriffen nutzbar zu machen.