Branchenstandard

Weitere Verbände unterstützen UCP-Standard für die Druckindustrie

Die Initiative für einen eigenen Print-Standard im Universal Commerce Protocol wächst weiter: Mit der Printing United Alliance und der Ghent Workgroup unterstützen zwei weitere internationale Organisationen das Vorhaben.(Bild: Initiative Online Print e.V. / KI-generiert)

Die Initiative für einen eigenen Print-Standard im Universal Commerce Protocol (UCP) von Google wächst weiter. Mit der PRINTING United Alliance und der Ghent Workgroup beteiligen sich zwei weitere internationale Organisationen an dem Vorhaben, die Anforderungen der Druckindustrie in den künftigen KI-gestützten Handel einzubringen.

Die Initiative zur Entwicklung eines eigenen Print-Standards für das Universal Commerce Protocol (UCP) von Google erhält weitere Unterstützung. Nach der Initiative Online Print (IOP), dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM), Intergraf sowie dpsuisse, VIGC und CIP4 haben sich nun auch die Printing United Alliance aus Nordamerika und die internationale Ghent Workgroup (GWG) angeschlossen.

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Ziel der Initiative ist es, die besonderen Anforderungen der Druckindustrie in den offenen UCP-Standard einzubringen. Google hatte das Protokoll Anfang 2026 vorgestellt. Es soll es KI-Agenten ermöglichen, Produkte im Auftrag von Kunden zu suchen und zu bestellen. Während UCP bisher auf klassische Handelsprodukte ausgelegt ist, unterscheiden sich Druckprodukte deutlich: Sie werden individuell konfiguriert, benötigen druckfertige Daten sowie Preflight-Prüfungen und Freigaben, bevor sie produziert werden können.

Mit der Entwicklung des Print-Verticals „dev.ucp.print“ sollen diese Anforderungen künftig berücksichtigt werden. Nach Angaben der Initiatoren ist die Unterstützung durch internationale Branchenverbände wichtig, da Beiträge zum offenen UCP-Standard von den beteiligten Industrien selbst eingebracht werden. Ein entsprechender Erweiterungsvorschlag soll im vierten Quartal 2026 eingereicht werden.

„Die Art und Weise, wie Druck künftig gefunden, bestellt und abgewickelt wird, entwickelt sich zu einer der entscheidenden Fragen für unsere Branche; und das ist nicht nur eine technische, sondern eine industriepolitische Angelegenheit“, sagt Ford Bowers, CEO der Printing United Alliance. „Eine offene, faire und gut geregelte Commerce-Ebene liegt im direkten Interesse eines jeden Druckunternehmens, das wir vertreten. Wir bringen die Perspektive des nord-amerikanischen Marktes ein, verbinden UCP mit einem breiteren transatlantischen Publikum und sorgen dafür, dass die kommerziellen und politischen Folgen die nötige Aufmerksamkeit bekommen.”

Auch die Ghent Workgroup sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Branche. „Wir freuen uns, Teil der dev.ucp.print-Initiative zu werden. Zusammen mit den anderen Mitgliedern wollen wir der weltweiten Druck- und Verpackungsbranche eine gemeinsame Stimme geben, damit unsere Industrien und ihr Know-how bei der künftigen Entwicklung KI-gestützter Gestaltungs- und Beschaffungsprozesse vertreten sind“, erklärt David Zwang.

Nach Angaben der Initiatoren handelt es sich bislang um die erste Initiative außerhalb des klassischen Einzelhandels, die ein eigenes UCP-Vertical entwickeln will. Ziel ist es, die Druckindustrie frühzeitig auf KI-gestützte Bestell- und Produktionsprozesse vorzubereiten und ihre Anforderungen in den entstehenden Standard einzubringen.


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