Wirtschaftlichkeit von Drucksystemen

TCO rückt bei Drucksystemen stärker in den Fokus

Die Total Cost of Ownership (TCO) berücksichtigt neben dem Anschaffungspreis auch laufende Kosten wie Energie, Wartung, Verbrauchsmaterialien und Ausfallzeiten.(Bild: Riso)

Bei der Anschaffung eines Drucksystems entscheidet nicht allein der Kaufpreis über die Wirtschaftlichkeit. Energieverbrauch, Wartung, Verbrauchsmaterialien, Ausfallzeiten und Bedienaufwand können die laufenden Kosten deutlich beeinflussen. Eine Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO) soll deshalb helfen, Investitionen über die gesamte Nutzungsdauer zu bewerten.

Steigende Druckvolumen bei gleichzeitig begrenzten Budgets stellen viele Druckhäuser und Inhouse-Print-Abteilungen vor die Frage, wie sich die Produktion wirtschaftlich gestalten lässt. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Total Cost of Ownership, kurz TCO. Sie betrachtet nicht nur die Anschaffungskosten eines Drucksystems, sondern auch die Kosten, die während des laufenden Betriebs entstehen.

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Dazu zählen unter anderem der Energieverbrauch, Wartung und Service, Verbrauchsmaterialien, Ausfallzeiten sowie der Aufwand für Bedienung und Weiterverarbeitung. Auch der benötigte Platz und die Infrastruktur können in die Betrachtung einfließen. Hinzu kommen Faktoren wie Produktionsgeschwindigkeit, Durchsatz und die Möglichkeit, unterschiedliche Medien und Auftragsarten zu verarbeiten.

Eine hohe Produktionsgeschwindigkeit kann dabei helfen, mehr Aufträge in kürzerer Zeit zu bearbeiten. Das ist vor allem bei hohen Druckvolumen relevant. Als Beispiel nennt Riso das Highspeed-Inkjet-System VALEZUS T2200, das laut Hersteller bis zu 165 Seiten pro Minute im Simplex-Druck und bis zu 330 Seiten pro Minute im Duplex-Druck erreicht.

Auch der Energieverbrauch spielt bei der Betrachtung der Betriebskosten eine Rolle. Riso setzt bei seinen Systemen auf ein Kaltdruckverfahren, bei dem für den Druck keine Hitze zur Fixierung benötigt wird. Dadurch entfallen Aufwärmzeiten. Nach Angaben des Herstellers kann dies den Energieverbrauch reduzieren und zugleich verhindern, dass sich das Papier durch Hitze wellt. Die Ausdrucke können damit direkt weiterverarbeitet werden.

Ein weiterer Kostenfaktor sind Wartung und Produktionsstillstände. Unterbrechungen können zu Verzögerungen bei Aufträgen führen und zusätzliche Personalkosten verursachen. Nach Angaben von Riso sind die Systeme auf einen wartungsarmen Betrieb ausgelegt. Beim Kaltdruckverfahren entfällt zudem die tonerbasierte Fixierung.

Für Unternehmen kann die interne Produktion bestimmter Druckaufträge ebenfalls Teil einer TCO-Betrachtung sein. Dazu gehören beispielsweise Rechnungen, Kundenbriefe, Transaktionsdruck, Re-Prints, Mailings, Laborberichte oder interne Unterlagen. Werden solche Aufträge bislang extern vergeben, können die internen Produktionskosten mit den Kosten der Fremdvergabe verglichen werden.

Für eine belastbare Investitionsentscheidung empfiehlt sich daher eine genaue Betrachtung der eigenen Produktionsdaten. Dazu gehören unter anderem das jährliche Druckvolumen, die aktuellen Kosten pro Seite, der Energieverbrauch, Wartungs- und Stillstandszeiten sowie der Aufwand für Vorbereitung und Nachbearbeitung. Auch die Frage, welche Aufträge derzeit extern produziert werden, kann in die Rechnung einbezogen werden.

Die TCO-Betrachtung erweitert damit den Blick über den reinen Anschaffungspreis hinaus. Gerade bei Drucksystemen, die über mehrere Jahre eingesetzt werden, können die laufenden Kosten einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten ausmachen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, was ein System bei der Anschaffung kostet, sondern wie wirtschaftlich es im täglichen Betrieb arbeitet.