Schweizer Präzision und Gespür: Schär Druckverarbeitung und die Bograma AG
von Redaktion,
Von links: Bograma-Geschäftsführer Stefan Büchi, Schär-Geschäftsführerin Marina Gander und ihr Bruder, Schär-Geschäftsführer Yannick Bucher, an der zuletzt von Bograma erworbenen rotativen Stanzmaschine BSR Rotary 550 Servo.
Seit Jahrzehnten verbindet die Schär Druckverarbeitung AG in Wikon eine enge Zusammenarbeit mit der Bograma AG in Turbenthal. Die beiden Unternehmen stehen für Schweizer Weiterverarbeitungstechnik und eine Partnerschaft zwischen Maschinenhersteller und Produzent, die sich gemeinsam mit den Anforderungen des Marktes entwickelt hat. Heute führen Yannick Bucher und seine Schwester Marina Gander das Unternehmen.
Wer die Schär-Produktionshalle betritt, bekommt schnell einen Eindruck von der großen Bandbreite der hier geleisteten Druckweiterverarbeitung. Bedruckte Bogen werden möglichst durchgängig und in Linien verarbeitet. Das Unternehmen bietet im Printfinishing nahezu das komplette Spektrum an – einzig Klebebindungen werden extern vergeben.
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Rund 90 Prozent der Kunden sind Druckereien aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland, zehn Prozent sind Agenturen oder Direktkunden. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an Maschinen und Produktionsabläufe. Flexibilität ist nicht zuletzt deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie.
Ein Blick in die Produktionshalle der Schär Druckverarbeitung AG zeigt vielfältige Weiterverarbeitungstechnik.Die vor 20 Jahren von Schär Druckverarbeitung gekaufte Bograma-Hubstanze BS Multi 750 S Plus.
Generationswechsel und neue Räume
Die Geschichte des Unternehmens ist eng mit der Familie Bucher verbunden. Paul Bucher übernahm Schär im Jahr 2006. Seit Januar 2020 liegt die Geschäftsführung in den Händen seiner Kinder, Yannick Bucher und Marina Gander, die sich die Aufgaben im Unternehmen teilen. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung war schon 2017 der Neubau des Firmengebäudes. Dadurch schuf man bei Schär die räumlichen Voraussetzungen, um Produktion und Maschinenpark weiterentwickeln und die verschiedenen Prozesse effizient miteinander verbinden zu können.
Im Gespräch über gelungenes Printfinishing: Matthias Siegel von der Grafischen Palette lässt sich von Schär-Geschäftsführerin Marina Gander die Besonderheiten einer Produktion erklären.
Seit 1998 im Einsatz: Bograma-Technik
Die Verbindung zu Bograma reicht deutlich weiter zurück. Bereits 1998 hielten zwei Hubstanzen BSM 450 S von Bograma bei Schär Einzug. 2006 wurde der Maschinenpark um eine weitere BSM 450 erweitert, später folgte eine BSM 750. 2011 entschied sich die Firma für eine BSR 550 – als erstes Unternehmen in der Schweiz, das diese Rotationsstanzen-Baureihe von Bograma einsetzte. Für die Verarbeitung von Kartons und Mailings kam 2017 eine zweite BSR 550 hinzu.
Die Maschinen lassen sich flexibel in unterschiedliche Produktionskonzepte integrieren und beispielsweise mit Sammelheftern oder Falzmaschinen kombinieren. Für Schär ist das ein entscheidender Vorteil, weil sich Aufträge und Anforderungen im Alltag schnell verändern können.
Eine der fünf Schuppenauslagen SAB von Bograma in den Breiten 550 und 750 mm.Einer der beiden Sammelhefter Primera Pro von Müller Martini. Sie sind wichtiger Bestandteil im Produktionsfluss.
Partnerschaft mit Harmonie
Neben der reinen Technik spielt für Schär die enge Zusammenarbeit mit dem Hersteller eine entscheidende Rolle. Muss ein Anleger verändert oder ein Stanzformat angepasst werden, zählen vor allem schnelle Reaktionszeiten. Marina Gander: „Das schnelle Feedback von Bograma ist für uns sehr wichtig. Wenn sich bei einem Auftrag etwas ändern muss, können wir gemeinsam schnell eine Lösung finden.“
Über fast drei Jahrzehnte ist so eine Zusammenarbeit entstanden, die weit über einzelne Maschineninvestitionen hinausgeht. Für Schär zählt die Möglichkeit, Technik, Produktionsabläufe und individuelle Anforderungen miteinander zu verbinden. Yannick Bucher: „Die Harmonie zwischen unseren Maschinen und Bograma ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Ein unkompliziertes Verhältnis.“
Die Kombination aus eigener Erfahrung, moderner Weiterverarbeitung und einem verlässlichen Partner soll auch künftig dafür sorgen, dass Schär flexibel auf die Wünsche seiner Kunden reagieren kann.