Industrieller Inkjet: Druckkopf für Phasenwechsel-Tinten

Fujifilm Dimatix stellt Hotmelt-Druckkopf Starfire PhaseMaster vor

Der Hotmelt-Druckkopf Starfire PhaseMaster von Fujifilm Dimatix verarbeitet Phasenwechsel-Tinten mit 400 dpi und Frequenzen bis 30 kHz und ist ab Anfang 2027 weltweit verfügbar.(Bild: Fujifilm)

Fujifilm Dimatix erweitert seine Starfire-Familie um den Hotmelt-Druckkopf PhaseMaster für den Einsatz in industriellen Single-Pass- und Scanning-Systemen. Der Druckkopf verarbeitet Phasenwechsel-Tinten mit 400 dpi und Frequenzen bis 30 kHz und ist wahlweise mit oder ohne Tintenrezirkulation konfigurierbar. Weltweit verfügbar sein soll er nach Herstellerangaben Anfang 2027.

Mit dem Starfire PhaseMaster hat Fujifilm Dimatix am Hauptsitz der Druckkopfsparte in Lebanon, New Hampshire, einen neuen Inkjet-Druckkopf für Heißschmelztinten angekündigt. Er ist für schnelle Scanning-Anwendungen ebenso ausgelegt wie für Single-Pass-Systeme und lässt sich in bestehende industrielle Druckplattformen integrieren. Als Zielmärkte nennt der Hersteller etablierte Segmente wie Kennzeichnung und Codierung, Verpackungsdruck und Siebdruck sowie wachsende Anwendungsfelder wie die additive Fertigung und die gedruckte Elektronik, dort insbesondere Ätzmasken etwa für Photovoltaikzellen.

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Auflösung, Tropfengrößen und Tintenspektrum

Der Druckkopf arbeitet mit einer Auflösung von 400 dpi und erzeugt je nach Konfiguration Tropfen zwischen 30 und 200 Pikoliter. Ein integrierter Heizer und ein Temperatursensor sollen konstante Jetting-Bedingungen sicherstellen; für den Dauerbetrieb ist der Kopf bis 125 Grad Celsius ausgelegt. Der nutzbare Viskositätsbereich liegt bei 8 bis 20 mPas, für maximale Produktivität empfiehlt der Hersteller 10 bis 14 mPas. Die als VersaDrop bezeichnete Ansteuerung erlaubt binäres und Graustufen-Jetting, die zugehörige Waveform-Software ist offen und editierbar. Verarbeiten lassen sich nach Angaben des Unternehmens Vierfarb- und Monochromtinten ebenso wie Computer-to-Screen-, Wachs- und Hotmelt-Tinten, einschließlich Single-Pass-Anwendungen in der Codierung und Kennzeichnung.

Rezirkulation und Produktionsgeschwindigkeit

Für die Tintenführung setzt Fujifilm Dimatix auf die Technologie Redijet Dual Recirculation, die ein zuverlässiges Jetting unterstützen soll; alternativ ist eine Konfiguration ohne Rezirkulation möglich. Eine Energy-Dissipation-Technik im Düsendesign soll eine gleichbleibende Ausgabequalität über längere Produktionszeiträume sichern. Durch Multi-Pulse-Jetting mit bis zu 30 kHz seien Bahngeschwindigkeiten von mehr als 60 Metern pro Minute erreichbar, die Tintenauftragsmenge gibt der Hersteller mit knapp 57 Gramm pro Quadratmeter an.

Konstruktion und Service

Als Aktoren kommen Bulk-PZT-Elemente zum Einsatz, die nicht in direkten Kontakt mit dem Fluid kommen. Der Kopf ist für raue Produktionsumgebungen konstruiert und reparierbar ausgelegt, was laut Fujifilm Dimatix die Wartungskosten senkt. Ergänzend verweist das Unternehmen auf sein weltweites technisches Servicenetz sowie auf Schulungsangebote, darunter ein Programm zur Entwicklung anwendungsspezifischer Waveforms.

Markteinführung Anfang 2027

„Wir freuen uns, PhaseMaster zu diesem wichtigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen“, sagt Shane O’Neill, Director of Business Development bei Fujifilm Dimatix. „PhaseMaster steht für unseren Anspruch, robuste und wirtschaftliche Lösungen anzubieten, die in anspruchsvollen industriellen Druckumgebungen zuverlässig arbeiten. Aufbauend auf mehr als 20 Jahren Erfahrung mit dem Druckkopf Galaxy HotMelt und auf dem Ruf der Starfire-Plattform für Langlebigkeit und Servicefreundlichkeit haben wir die Stärken beider Technologien zu einer Lösung kombiniert, die Phasenwechsel-Festtinten mit hoher Auflösung, Zuverlässigkeit und Konstanz verarbeitet.“

Derzeit arbeitet Fujifilm Dimatix nach eigenen Angaben mit ausgewählten strategischen Partnern daran, Produkte auf Basis des Starfire PhaseMaster in den Markt zu bringen. Weltweit verfügbar sein soll der Druckkopf Anfang 2027.