Erstes gemeinsames Produkt nach Übernahme von GlobalVision
Esko stellt KI-Prüfassistenten Verify Comply vor
von Redaktion,
Mit Verify Comply gleichen Esko und GlobalVision Artwork, Etiketten und Verpackungen automatisiert gegen zentral hinterlegte Regelwerke für Marken- und Regulierungsanforderungen ab.(Bild: Esko)
Esko und GlobalVision haben am 18. Oktober auf der PACK EXPO in Chicago Verify Comply vorgestellt, einen KI-gestützten Assistenten, der Artwork, Etiketten und Verpackungen gegen regulatorische Vorgaben und interne Markenstandards prüft. Die Lösung ist das erste gemeinsame Produkt der beiden Unternehmen nach der Übernahme von GlobalVision in diesem Jahr. Sie lässt sich innerhalb der Verpackungsmanagement-Plattform WebCenter oder eigenständig einsetzen.
Verify Comply verbindet eine automatisierte Auswertung von Dokumenteninhalten mit zentral hinterlegten Regelwerken. Nach Angaben der Anbieter sollen Verpackungs- und Etikettenteams damit von manuellen, über mehrere Stellen verteilten Prüfschritten zu einem einheitlichen Verfahren der Artwork-Prüfung übergehen. Die Regelwerke lassen sich über Produkte, Märkte, Agenturen und Verpackungslieferanten hinweg wiederverwenden.
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Regelwerke als zentrale Referenz
Das System ist als zentrale Referenz für globale und markenbezogene Compliance-Anforderungen angelegt. Anwender können Regelwerke anlegen und fortlaufend pflegen, in denen regulatorische Vorgaben, Markenstandards und Verpackungsspezifikationen hinterlegt sind. Diese Regeln lassen sich anschließend einheitlich auf einzelne Artikelnummern, Märkte und Produktionsabläufe anwenden.
Die KI-Funktionen sollen Verpackungsinhalte nach Herstellerangaben ähnlich wie ein menschlicher Prüfer erfassen und dadurch auch größere Mengen an Artwork schnell auswerten. Geprüft werden unter anderem Werbeaussagen, Nährwert- und Zusatzstoffangaben, Allergenhinweise, Panels sowie weitere Textbestandteile der Verpackung.
Srinivas Kuppa, Chief Product Officer bei Esko, stellte das Produkt am ersten Messetag im McCormick Place in Chicago vor: „Verify Comply ist mehr als die Kombination zweier Produkte. Es steht für das Zusammenkommen der sich ergänzenden Stärken von Esko und GlobalVision, um eine der hartnäckigsten Herausforderungen der Branche zu lösen: Verpackungen schneller auf den Markt zu bringen, ohne Abstriche bei Qualität oder Compliance.“
Mit Blick auf steigende regulatorische Anforderungen und knappere Ressourcen in den Teams ergänzte er: „Verify Comply gibt Marken einen intelligenteren, KI-gestützten Ansatz an die Hand, um Compliance zu steuern, Risiken zu verringern, Rückrufe zu reduzieren und die Markteinführung zu beschleunigen.“
Funktionen im Überblick
Zentrale Regelwerke: eine gemeinsame Referenz für Marken- und Regulierungsanforderungen, die sich über Produkte, Märkte, Teams und Agenturpartner hinweg anwenden lässt.
Inhaltliche Auswertung: Die KI interpretiert Verpackungsinhalte im Kontext und markiert mögliche Compliance-Abweichungen, etwa bei Werbeaussagen, Allergenhinweisen, Nährwertangaben oder Panels.
Automatisierte Prüfung: Das Artwork wird gegen die hinterlegten Anforderungen abgeglichen, um fehlende, falsche oder nicht konforme Inhalte zu identifizieren.
Wiederverwendbare Regelwerke: Bestehendes Compliance-Wissen und vorhandene Richtlinien lassen sich in Regeln überführen, laufend aktualisieren und teamübergreifend teilen.
Workflow-Integration: WebCenter-Anwender können die Regelwerke und Prüfungen direkt in ihren bestehenden Verpackungsworkflows und auf die dort gespeicherten Verpackungsdaten anwenden.
Eigenständiger Betrieb: Verify Comply ist auch ohne WebCenter nutzbar, mit identischem Funktionsumfang bei der Prüfung.
Anbieter verweisen auf wachsende Komplexität
Jonathan Rossy, als Director bei Esko für die Produktlinie GlobalVision verantwortlich, bezeichnet die Lösung als neuen Ansatz der Qualitätsprüfung, der auf der Verbindung der Kernkompetenzen beider Unternehmen beruhe. „Compliance-Prüfungen sind für Verpackungs- und Etikettenteams zu einem erheblichen Komplexitätsfaktor geworden“, sagte er. „Mit steigenden regulatorischen Anforderungen, wachsenden Produktportfolios und dem Druck, Produkte schneller auf den Markt zu bringen, brauchen Teams einen intelligenteren Weg, um Risiken zu erkennen, bevor daraus kostspielige Fehler werden.“
Die Software solle den manuellen Prüfaufwand verringern, die Genauigkeit erhöhen und den Weg von der Artwork-Erstellung bis zur freigegebenen Verpackung verkürzen, so Rossy weiter.
Jan De Roeck, Director Marketing, Strategy & Industry Relations bei Esko, verweist auf die Rolle der Prüfung im Gesamtablauf: „Da Verpackungsportfolios komplexer werden und Marken in den einzelnen Märkten mit steigenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert sind, kann Compliance schnell zum Engpass werden.“ Verify Comply bringe Intelligenz, Konsistenz und Automatisierung in diese Phase des Verpackungsworkflows. Dadurch könnten Marken und ihre Verpackungspartner zentrale Prüfschritte vereinheitlichen, Wissen über Teams hinweg teilen und die Kontrolle über Qualität und regulatorische Anforderungen behalten, während sich Kreativ- und Produktionsteams auf die Umsetzung konzentrierten.
Vorführung auf der PACK EXPO
Auf der PACK EXPO in Chicago zeigen Esko und GlobalVision die Lösung an Stand W-30022. Dort demonstriert das Team, wie sich die automatisierte Compliance-Prüfung in die Verpackungsproduktion einbinden lässt. Termine für Vorführungen können vorab vereinbart werden.