Sozialplan für Neef+Stumme-Mitarbeiter

30 Prozent Quote für Hofmann-Gläubiger erwartet

Am Amtsgericht Gifhorn fanden die Berichtstermine für die einzelnen Gesellschaften der insolventen Hofmann Druck Gruppe statt, bei denen Insolvenzverwalter Torsten Gutmann (Bild) die Gläubiger informierte.
Am Amtsgericht Gifhorn fanden die Berichtstermine für die einzelnen Gesellschaften der insolventen Hofmann Druck Gruppe statt, bei denen Insolvenzverwalter Torsten Gutmann (Bild) die Gläubiger informierte.(Bild: Pluta)

Torsten Gutmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH in Hannover hat am 21. September 2022 die Gläubiger über den aktuellen Stand der Insolvenzverfahren der Hofmann Druck Gruppe informiert. Nach der Übernahme des Geschäftsbetriebes durch die Zeitfracht-Gruppe rechnet Gutmann mit einer Quote von rund 30 Prozent für die Gläubiger.

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Wie Pluta in einer Medienmitteilung schreibt, fanden am Amtsgericht Gifhorn jetzt die Berichtstermine für die einzelnen Gesellschaften der Hofmann Druck Gruppe statt. Die Gruppenunternehmen befinden sich seit April 2022 jeweils in einem Insolvenzverfahren. Zusammen mit Patrick Meyerle von Pluta in Nürnberg hatte Gutmann im Sommer 2022 eine Lösung für die drei Gesellschaften Hofmann Druck Nürnberg GmbH & Co. KG, die Hofmann Medien Nürnberg GmbH und die hofmann infocom GmbH erreichen können. Die Zeitfracht-Gruppe übernahm den Geschäftsbetrieb sowie 140 Arbeitsplätze (print.de berichtete). Der Gläubigerausschuss hatte bereits zuvor der Lösung zugestimmt. Der Verkaufserlös fließt in die Masse und kommt damit den Gläubigern zugute. Gutmann rechnet im Verfahren mit einer Quote von rund 30 Prozent.

Investorenlösung für Neef+Stumme in Wittingen “nicht möglich gewesen”

Keine Lösung fand der Insolvenzverwalter für die Neef+Stumme GmbH im niedersächsischen Wittingen, die auf Grund der Übernahme durch die Navigator Group ebenfalls zur Hofmann Druck Gruppe gehörte. Der Druckdienstleister mit Standort in Wittingen befand sich seit April 2022 in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Die Eigensanierung mit Erhalt des Rechtsträgers war laut Pluta nicht möglich, daher wurde das Verfahren Anfang August vom Amtsgericht Gifhorn in ein Regelinsolvenzverfahren überführt und Torsten Gutmann ebenfalls zum Insolvenzverwalter bestellt.

Laut Pluta “sprachen die Verantwortlichen mit mehreren potenziellen Interessenten”. Es habe jedoch kein Investor für das Unternehmen gefunden werden können. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebes sei ohne Investor nicht möglich gewesen, “weil die Kunden Klarheit über die weitere Ausrichtung erwarten”. Gutmann fasste daher Ende August 2022 im Einvernehmen mit dem Gläubigerausschuss den Beschluss, den Betrieb zu Ende November 2022 zu schließen. Aktuell werde noch “eine Ausproduktion der vorhandenen Aufträge umgesetzt”.

Den 167 Mitarbeitern wurde gekündigt. Insolvenzverwalter Gutmann: „Für die Mitarbeiter haben wir einen Sozialplan verhandelt. Ich sehe außerdem Perspektiven für die Arbeitskräfte, da es einige Unternehmen in der Region gibt, die händeringend Personal suchen.“ Einige ehemalige Mitarbeiter hätten bereits eine neue Anstellung gefunden.

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