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Blue Lane ist nicht von der Insolvenz der Druckerei betroffen

Bosch-Druck: Insolvenz in Eigenverwaltung

Die Buchbinderei Lagroni in Reutlingen hat die Insolvenz beantragt. (Bild: designer491/shutterstock.com)

Die Bosch-Druck GmbH mit Sitz in Ergolding geht in die Insolvenz in Eigenverwaltung. Die Druckerei hat beim Amtsgericht Landshut einen entsprechenden Antrag gestellt, dem das Gericht bereits stattgegeben hat. Der Geschäftsbetrieb läuft auch Angaben des Unternehmens in vollem Umfang weiter.

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Als Generalbevollmächtigter ist Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger in das Unternehmen eingetreten. Er soll die Geschäftsleitung bei der Rebstrukturierung des Betriebs unterstützen. Als vorläufiger Sachwalter wurde Dr. Marcus Göbel von der Kanzlei Dr. Göbel & Mansfeld (Landshut) bestellt.

Als Grund für den Insolvenzantrag nennt Mucha den Preis- und Wettbewerbsdruck in der Branche sowie die sinkende Auslastung der Offset-Sparte. Man werde nun in enger Abstimmung mit den Gläubigern ein Restrukturierungskonzept ausarbeiten. Denkbar seien sowohl eine Investorenlösung als auch ein sogenannter Insolvenzplan, also eine Art Vergleich mit den Gläubigern. Das Gehalt der aktuell 160 Mitarbeiter sei über das Insolvenzgeld bis Ende Januar gesichert.

Über Bosch-Druck

Die Bosch-Druck GmbH produziert mit 160 Mitarbeitern Druckerzeugnisse für die Automobilindustrie, für Verlage sowie Web-Portale. Dazu gehören Bedienungsanleitungen, Broschüren oder Dialogmarketing-Produkte. Produziert wird sowohl im Offset- als auch im Digitaldruck. Noch im Sommer 2018 hat die Druckerei in eine neue HP Indigo 12000 Digital Press investiert.

Bosch-Druck gehört seit 2015 zu Blue Lane, einem Tochterunternehmen der Pforzheimer Stark Druck GmbH & Co. KG. Blue Lane ist nach Angaben von Mucha nicht von der Insolvenz betroffen.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Jetzt sollen die, die den Karren in den Dreck gefahren haben, plötzlich wissen wie man richtig fährt!
    Was für eine Ironie.
    Wahrscheinlich hat man auch schon lange keinen gültigen Tarifvertrag. Löhne kürzen und weiter so wurschteln wie bisher.

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Schöner Artikel auf Print.de von Herrn Dr. Calmabch. Das sagt alles.
    Auszug; ….somit verhindert die gelebte Praxis des Insolvenzrechts die eigentlich notwendige Anpassung der Kapazitäten an die aktuelle Marktlage und trägt zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs in der Druckindustrie bei.

    Auf diesen Kommentar antworten

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