Vierfarbige Printbar mit LED-UV-Härtung für die Integration in bestehende Fertigungslinien

Fujifilm stellt Single-Pass-Printbar mit 400 dpi vor

Das HX1024 Printbar System von Fujifilm druckt vierfarbig im Single Pass mit 400 dpi und bis zu 152,4 Metern pro Minute und lässt sich von oben, seitlich oder von unten in bestehende Fertigungslinien einbinden.(Bild: Fujifilm)

Fujifilm Integrated Inkjet Solutions hat mit dem HX1024 Printbar System eine vierfarbige Inkjet-Einheit vorgestellt, die im Single-Pass-Verfahren mit 400 dpi und bis zu 152,4 Metern pro Minute druckt. Das System ist für die Integration in bestehende Fertigungslinien ausgelegt und ab sofort verfügbar. Als Anwendungsfeld nennt der Hersteller zunächst Bauprodukte wie Hausbaufolien, Schleifpapier, Gipskartonplatten und Laminate.

Das Unternehmen bündelt in der Printbar seine Inkjet-Technologien für den industriellen Einsatz außerhalb des klassischen grafischen Drucks. Der Single-Pass-Aufbau bedeutet, dass das Substrat die Druckeinheit nur einmal passiert und die Bebilderung in einem Durchgang erfolgt – eine Voraussetzung dafür, die Geschwindigkeiten einer laufenden Produktionslinie mitzugehen.

Anzeige

Zwei Druckbreiten statt Umrüsten

Die Printbar ist in Druckbreiten von 30 und 40 Zoll erhältlich. Damit entfällt nach Herstellerangaben die Notwendigkeit, kleinere Printbars bei wechselnden Druckflächen neu zu positionieren – ein Rüstschritt, der bei variierenden Formaten sonst Produktionszeit kostet. Die Auflösung liegt bei 400 dpi im Einzeldurchlauf, die Bahngeschwindigkeit bei bis zu 500 Fuß pro Minute, das entspricht rund 152,4 Metern pro Minute.

LED-härtende UV-Farben

Das Vierfarbsystem arbeitet mit LED-härtenden UV-Tinten. Die LED-Lampen erzeugen laut Fujifilm weniger Wärme und benötigen weniger Energie als herkömmliche Quecksilberdampflampen. Der geringere Wärmeeintrag ist vor allem bei temperaturempfindlichen Substraten relevant, wie sie im Bau- und Industriebereich häufig vorkommen.

Vom TIFF-Druck bis zum vollwertigen DFE

Für die Datenanbindung unterstützt das System branchenübliche Workflows. Die Bandbreite reicht vom vereinfachten Druck von TIFF-Dateien bis zu einem vollwertigen Digital Front End. Dieses DFE bringt zusätzliche Dateiformate, Produktionsworkflow-Management, Farbmanagement und einen integrierten RIP mit. Damit lassen sich auch variable Daten verarbeiten: Der Hersteller verweist auf Serialisierungen für die Rückverfolgung sowie auf sprachlich oder regulatorisch angepasste Aufdrucke, die lokal und auftragsbezogen erzeugt werden können.

Auslegung für die Produktionsumgebung

Die Elektronik der Printbar ist flüssigkeitsgekühlt. Das arbeitet nach Angaben des Unternehmens effizienter als eine Luftkühlung und verringert zugleich das Risiko, dass Verunreinigungen aus der Umgebungsluft ins System gelangen. Alle Komponenten sind für Wartungsarbeiten zugänglich, eine integrierte Systemprüfung gibt Fehlercodes aus, über die sich Störungen eingrenzen lassen sollen.

Bei der Integration unterstützt das System verschiedene Montagevarianten an der Materialführung – von oben, seitlich und von unten –, sodass sich die Einheit auch bei beengten Platzverhältnissen einbinden lässt. Das Konzept ist zudem anpassbar angelegt: Fujifilm will Lösungen gemeinsam mit den Anwendern auf deren jeweilige Anforderungen zuschneiden.

Verfügbarkeit und Service

„Hersteller von Bauprodukten stehen täglich vor Anforderungen an die Individualisierung und arbeiten zugleich mit immer kürzeren Lieferfristen”, sagt Ankur Mour, Vice President und General Manager bei Fujifilm Integrated Inkjet Solutions. „Das HX1024 Printbar System wurde entwickelt, um den On-Demand-Druck auf diesen Materialien so einfach und effizient wie möglich zu machen.”

Wie bei allen Produkten von Fujifilm Integrated Inkjet Solutions bietet die weltweite Serviceorganisation des Unternehmens Schulungen vor Ort und aus der Ferne an. Das HX1024 Printbar System ist ab sofort verfügbar.