Vogtland-Druck erzeugt auf der Heidelberg Versafire LV tolle Effekte
von Redaktion,
Begeistert von den Möglichkeiten der Versafire LV (v. l.):
Matthias Siegel (Grafische Palette), Vogtland-Druck-
Geschäftsführer Marcel Hommel und Matthias Heck
(Heidelberg-Vertriebsbeauftragter für die Region Nord).(Bild: Christian Lukas)
Mitten in der Pandemie ein Unternehmen zu übernehmen, dazu braucht es Selbstbewusstsein: 2021 trat Marcel Hommel die Nachfolge der Gründer von Vogtland-Druck an. Rückblickend beschreibt er diese Übergangsphase als eine „durchaus spannende“ Zeit. Marcel Hommel blickt aber nicht zurück, seinen Fokus richtet er auf die Zukunft. Und in dieser Zukunft spielt die Ende 2024 in Markneukirchen installierte Heidelberg Versafire LV eine wichtige Rolle.
Aber alles der Reihe nach. Die Ursprünge seines Unternehmens liegen im Jahr 1991, als die Gründer, die aus einer VEB-Druckerei kamen, den Sprung in die Selbstständigkeit wagten. Wann genau die erste Druckmaschine einzog, kann Marcel Hommel nicht genau sagen, „aber es war auf jeden Fall eine Heidelberg.“ Der Betrieb wurde größer, die Auftragsvolumina stiegen, und im Jahr 2009 zog schließlich eine Speedmaster XL 75-5 mit Lackwerk ein. Dieser Schritt ermöglichte es der Druckerei, in den Bereich der Veredelungen vorzustoßen. Damit stellte man das Portfolio bereits frühzeitig auf ein zukunftssicheres, erweitertes Fundament – Thema: Verpackungen. Vogtland-Druck setzt konsequent auf hochwertige Qualität statt Massenware. Das Spektrum reicht von edlen Geschäftsausstattungen, Werbeprospekten und anderen anspruchsvollen Druckprodukten bis hin zu komplexen Mailings in 200.000er-Auflage. Eine Kernkompetenz ist das Stanzen in seinen unterschiedlichsten Darstellungsformen – auch als Lohndruckerei für Kollegenbetriebe. „Zudem planen wir, künftig auch das Verkleben komplett ins Haus zu holen“, so Marcel Hommel. Mit Blick auf die Zukunft ist dies eine lohnende Investition. Diese Fertigungstiefe ist übrigens ideal für die Zusammenarbeit mit den ansässigen Musikinstrumentenbauern in Markneukirchen, denn, man höre und staune, die Kleinstadt ist die europäischen Hochburg dieser Industrie, und hier beliefert Vogtland-Druck unterschiedlichste Unternehmen: Von der Zwei-Mann-Manufaktur bis hin zu global agierenden Mittelständlern. Das zehnköpfige Team arbeitet primär für einen treuen Kundenstamm in einem 100-Kilometer-Radius und profitiert stark von Verbandstätigkeit sowie persönlichen Weiterempfehlungen.
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Seit Herbst 2024 gehört die Versafire LV zum Maschinenpark bei Vogtland-Druck. Das System beherrscht neben CMYK zusätzlich Silber und Weiß, wobei besonders Silber gefragt ist.
Partnerschaft
Matthias Heck, Vertriebsbeauftragter von Heidelberg für die Region Nord, traf sich auf der drupa 2024 mit Marcel Hommel, um dort den Kauf einer Heidelberg Versafire LV klarzumachen.
„Die Maschine ist dann im späten Herbst 2024 in Markneukirchen installiert worden“, erinnert er sich. So kann Vogtland-Druck bereits auf eine gewisse Erfahrung mit dem Digitaldrucksystem zurückblicken. Ein System, das nicht nur stabil läuft, sondern auch kleine Aufträge wirtschaftlich wieder lohnend macht. „Ich gebe ein ganz banales Beispiel: Wir drucken für ein Kino regelmäßig Gutscheine, die wir dann noch stanzen.“ Das sind keine großen Aufträge, im Jahr kommen aber ein paar Bögen zusammen. „Das ließ sich auf der Offset gar nicht kalkulieren. Im Alltag gibt es viele solcher kleinen Jobs, und mit der Versafire lassen sich diese wirtschaftlich umsetzen.“ Auch wenn sich die Druckerei als Heidelberg-Haus bezeichnet, wurde die Versafire LV vor dem Kauf einer gründlichen Analyse unterzogen, unter anderem in Bezug auf Papierverarbeitung. Die Versafire LV verarbeitet ein Spektrum von hauchdünnen 40 g/m² bis hin zu kräftigem Karton mit 470 g/m². Neben klassischen Bilderdruckpapieren meistert sie auch strukturierte Naturpapiere, synthetische Folien und dunkle, durchgefärbte Materialien, auf denen Silber und Weiß besonders edel zur Geltung kommen. Durch ihr flexibles Transferband legt sich der Toner dabei präzise auch in tiefe Papierstrukturen, ohne dass das Druckbild an Kraft verliert, bestätigt Marcel Hommel. Als Extra hat er für sein digtales Drucksystem die Sonderfarben Weiß und Silber gewählt.
Spezialist fürs Hochwertige: Weihnachtskarten, Verpackungen für Instrumentenhersteller, formgestanzte Werbemittel – das Spektrum der Produkte aus dem Hause Vogtland-Druck ist enorm vielfältig.
Silber beliebt
Matthias Heck weiß aus der Praxis zu berichten, dass viele Heidelberg-Kunden vor allem das Weiß schätzen, um die Druckaufträge zu veredeln. Diesem technischen Aspekt stimmt Marcel Hommel zwar zu, allerdings: „Bei uns ist Silber sehr, sehr beliebt.“ So lässt sich mit Silber auf der Versafire eine Optik kreieren, die einer hochwertigen Veredlung ähnelt, aber im Digitaldruck viel schneller und günstiger produziert werden kann. Silberner Druck auf dunklem Karton wirkt derweil wie eine hochwertige Gravur. Und wenn man auf der Versafire CMYK-Farben über das Silber druckt, entstehen metallische Farbtöne. „Da gibt es so viele Möglichkeiten: Man muss halt ein bisschen experimentierfreudig sein und aktiv damit auf seine Kunden zugehen.“
Mit dem neuen Drucksystem ist auch der Production Manager eingezogen. Das Workflow-System wird im Hause Vogtland-Druck sehr geschätzt, zumal alles aus einer Hand kommt, was Vorteile bringt. Für Marcel Hommel ist die Technik aber nur die eine Seite der Medaille. „Wenn ein Haus wie Vogtland-Druck seit über 30 Jahren mit einem Partner zusammenarbeitet, dann liegt das nicht allein daran, dass der eine Maschine installiert. Eine echte Partnerschaft beweist sich, wenn es – und das passiert über einen so langen Zeitraum auch einmal – nicht ganz so rund läuft. Und da wissen wir, dass auf Heidelberg auch dann Verlass ist.“