Übernahme von Magento

Adobe: Einstieg in den Online-Einzelhandel

Adobe will den E-Commerce-Software-Anbieter Magento übernehmen.
(Bild: shutterstock.com)

Der US-amerikanische Software-Konzern Adobe Systems Inc. wird den Anbieter von E-Commerce-Software, Magento Commerce (Campbell, Kalifornien/USA), übernehmen. Mit der 1,68 Mrd. US-Dollar teuren Akquisition würde Adobe sein weitreichendes Angebot rund um Content-Erstellung, Marketing, Werbung und Analytik um eine Online-Handelssoftware erweitern. Die Transaktion muss allerdings erst noch von den Aufsichtsbehörden abgesegnet werden.

 

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Die Adobe Experience Cloud komplettieren

Magento Commerce ist seit 2015 im Besitz des Private-Equity-Unternehmens Permira (London), das Magento von der eBay Corporation gekauft hatte. Wie das Wochenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) berichtet, sollen Magentos Dienste für Digital Commerce und Order Management künftig in die Adobe Experience Cloud integriert werden. Adobe würde seine Suite auf diesem Wege um eine Online-Handelssoftware komplettieren, wie es zuvor bereits SAP mit Hybris und Salesforce mit Demandware getan hatten.

Adobe biete durch die Übernahme eine globale Digital-Commerce-Plattform für B-to-B- und B-to-C-Kunden, die für verschiedene Branchen E-Commerce, Logistik-Management und Business Intelligence zusammenführt, so W&V. Die bekannte Plattform basiere auf einer Open-Source-Technologie, unterstützt von einer Community mit rund 300.000 Entwicklern.

 

Deal soll bis Ende August 2018 gefixt sein

Durch die Integration von Magento Commerce in die Adobe Experience Cloud könne Adobe nun jeden Moment des Shopping-Erlebnisses individuell auf den Nutzer zuschneiden, wird Brad Rencher, Executive Vice President und General Manager (Digital Experience) bei Adobe, zitiert. Dadurch ermögliche man Echtzeit-Erlebnisse über die gesamte Customer-Journey hinweg.

Wie W&V weiter berichtet, soll Magento-Chef Mark Lavelle nach Abschluss der Übernahme das Magento-Team als Teil von Adobes Digital Experience Business weiterhin führen und an General Manager Brad Rencher berichten.
Der Transaktion – der größte Deal von Adobe innerhalb der letzten zehn Jahre – müssen die Aufsichtsbehörden allerdings erst noch zustimmen. Mit einem Abschluss der Übernahme dürfte im dritten Fiskal-Quartal 2018 von Adobe zu rechnen sein. Derweil werden die beiden Unternehmen weiterhin unabhängig voneinander operieren.

 

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