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Computer-to-Plate

Das sind die wichtigsten Vor- und Nachteile prozessfreier Druckplatten

Die Superia ZE von Fujifilm bei der Ausgabe aus dem CtP-System. Der Kontrast ist geringer als bei entwickelten Druckplatten, aber mehr als ausreichend für eine Sichtkontrolle und die Zuordnung zu einer Druckmaschine.
Die Superia ZE von Fujifilm bei der Ausgabe aus dem CtP-System. Der Kontrast ist geringer als bei entwickelten Druckplatten, aber mehr als ausreichend für eine Sichtkontrolle und die Zuordnung zu einer Druckmaschine. (Bild: Fujifilm)


Ein Pferdefuß des Offsetdrucks gegenüber dem Digitaldruck ist die aufwändige Druckplattenbebilderung in einem CtP-System mit anschließender chemischer Entwicklung. Dies ist verbunden mit viel Aufwand, beträchtlichen Kosten, gelegentlichen Fehlern und einer schlechten Ökobilanz. Prozessfreie Druckplatten – vom CtP-System direkt in die Druckmaschine – versprechen eine nachhaltige Problemlösung.

 

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Noch immer fehlt es an Akzeptanz

Prozessfreie Druckplatten wurden bisher ausschließlich von den großen Herstellern Agfa, Fujifilm und Kodak angeboten. Inzwischen sind auch IBF (Brasilien) und Ipagsa (Spanien), beide in vielen europäischen Ländern präsent, auf dem Prozessfrei-Markt aktiv. Kodak stellt fest, dass bis zu 80 Prozent aller Offsetdruckereien die Vorteile der neuen Technologien längst nutzen könnten. Trotzdem ist der ganz große Durchbruch der prozessfreien Druckplatten noch immer nicht gelungen. Wird das Jahr 2020 die Wende bringen? Die Aussichten sind nicht schlecht.

Die zögerliche Akzeptanz von prozessfreien Platten durch kritische Druckdienstleister lässt sich hierzulande mit der zurückhaltenden Nachfrage nach E-Autos vergleichen. Hier wie dort stehen höhere Kosten und geringere Kilometer- bzw. Auflagenleistungen günstigeren Fix- und Servicekos­ten gegenüber. Hinzu kommt eine hervorragende Ökobilanz, die im Zeitalter des dramatischen Klimawandels immer wichtiger wird. [12113]

 

Aktuelle Anbieter sowie Vor-/Nachteile prozessfreier Druckplatten:

 

(Bild: Eberhard Friemel)

 

(Bild: Eberhard Friemel)

 

 

 

Mehr zu den technischen Spezifikationen prozessfreier Druckplattensysteme und für welche Unternehmen sich ein Wechsel zu »prozessfrei« lohnen könnte, lesen Sie in Deutscher Drucker Nr. 5-6/2020:

 

PDF-Download: Deutscher Drucker 5-6/2020

Schwerpunkt: INNOVATIONS-OFFENSIVE 2020 +++ Innovationen im Bogenoffset- und Digitaldruck +++ Digitale Simulationsanwendungen für „smarte“ KMUs +++ Neue AR-Plattform für Markenartikler

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sehr geehrte Redaktion,
    … die Akzeptanz ist durchaus da. Nur leider sind die Hürden manchmal ziemlich hoch. Hat man ein prima funktionierendes System –chemiefrei- gefunden, werden die Offsetplatten nicht mehr hergestellt. Eine Alternative gibt es nicht oder ist noch nicht gefunden. Gerät funktioniert, aber Material gibt es keins mehr dafür. Super.
    … und mit Antworten von Spezialisten: „Da haben Sie halt Pech!“, ist einem auch nicht geholfen.

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  2. Mit UV-Negativ- oder Positiv-Platten gibt es die Probleme und Einschränkungen nicht! Letztlich soll mit CtP/CTcP wirtschaftlich, stabil, ökologisch und kostengünstig Farbe auf den Bedruckstoff übertragen werden, nicht mehr oder weniger! UV-Platten gelten als reines Aluminium. Sie benötigen vor dem Recyclen keine Entschichtung = Kosten, Chemie, Energie und Handling. PSO ist seit 2005 kein Problem. Läuft einfach…

    Weniger Vorurteile und eigene Überlegungen sind hilfreicher als seit Jahren Akzeptanz von Marketing-Aussagen, die in der Praxis nur bedingt zutreffen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Das ständige Wiederholen seit Jahren ändert nichts daran, dass UV-Platten einfach im Handling und Ergebnis sowie wirtschaftlicher sind.

    Zurück zur Zukunft!

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