Drei Sorten mit Gmund Hanf 100%, Gmund Hanf 50% und Gmund Hanf 10%

Gmund: Papier aus 100 Prozent Hanf

Gmund hat neue eine Papierkollektion aus 100 % europäischem Hanf entwickelt. (Bild: Gmund Papier /www.berg12.de)

Der Papierhersteller Gmund hat ein neues Papier entwickelt, das zu 100 Prozent aus Hanffasern besteht. Zwar seien die langen Fasern für die Papierproduktion eine Herausforderung, machten aber das neuartige Material fest im Gefüge und weich in derHaptik. Darüber hinaus sei das Papier für alle Druckverfahren geeignet.

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Gmund nutzt die Cannabis-Pflanze schon länger für die Papierherstellung. Für seine Bio Cycle Kollektion hat der Hersteller bereits ein Hanfpapier entwickelt, bei dem bis zu 50 Prozent Cannabiszellstoff aus europäischem Anbau – ergänzt durch Frischfaserzellstoff – enthalten ist. Jetzt ist es laut Hersteller gelungen, für die Kollektion Gmund Hanf ein Papier mit 100 Prozent Cannabiszellstoff zu produzieren. Zudem bietet die Kollektion mit Gmund Hanf 50% ein Papier mit recycelten Papierfasern und mit Gmund Hanf 10 % ein Papier mit reinem Zellstoff. Gmund Hanf wird ganz ohne Farbstoffe produziert

Die Pflanze

Hanf (Cannabis) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Hanf ist als nachwachsender Rohstoff wegen seiner problemlosen Zucht und  vollständigen Nutzbarkeit beliebt. Es werden keinerlei Herbizide benötigt, weil die Pflanzen bereits nach wenigen Tagen den Boden vollständig beschatten, sodass kein Unkraut mehr Licht findet. Außerdem ist er äußerst schädlingsresistent und pflegeleicht. Hanf produziert mehr Biomasse als jede andere heimische Nutzpflanze. In der Wirtschaft ist Hanf äußerst vielseitig einsetzbar und wird wegen seiner hohen Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit und niedriger Energiebilanz geschätzt.

Hanfpapier

Schon sehr früh in der Geschichte der menschlichen Zivilisation wurde Hanf zur Papierherstellung genutzt. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Großteil des weltweit produzierten Papiers mit Hanffasern hergestellt. So auch die Gutenberg-Bibel. Nachdem der Hanfanbau in vielen Ländern verboten wurde, verschwand auch das Hanfpapier von der Bildfläche. Mittlerweile ist der Anbau von Nutzhanf in weiten Teilen Europas wieder erlaubt.

Vorteile von Hanf für die Papierproduktion

  • ein Hanffeld erbringt vier bis fünf Mal so viel Papier wie ein gleich großer Wald
  • Hanf wächst vier Meter im Jahr
  • Hanf kann drei Mal im Jahr geerntet werden. Ein Baum braucht im Vergleich dazu ca. 7 Jahre
  • Hanf zehrt die Böden nicht aus, sofort nach der Ernte wird neu gepflanzt
  • Hanffasern sind lang und sehr stabil. Gegenüber Holzzellstoff bietet Hanfzellstoff eine vier- bis fünfmal längere Faser, sowie eine höhere Zug-, Reiß- und Nassfestigkeit
  • Hanf verbessert den zukünftigen Recyclingprozess und kann besonders oft recycelt werden

Gmund Hanf im Überblick:

  • drei Sorten mit Gmund Hanf 100%, Gmund Hanf 50% und Gmund Hanf 10%
  • erhältlich in den Grammaturen 120 g/m² und 320 g/m²
  • geeignet für alle gängigen Drucktechniken

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