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HP sei weiterhin offen für Gespräche über "Vorteile einer Konsolidierung"

HP lehnt Übernahmeangebot von Xerox ab

HP lehnt das Übernahmeangebot von Xerox ab
HP hat das Übernahmeangebot von Xerox offziell abgelehnt.

Der HP-Verwaltungsrat hat das Übernahmeangebot von Xerox einstimmig abgelehnt. Das geht aus einem Schreiben von HP an den Xerox-Chef John Visentin hervor. Darin heißt es, das unaufgefordert eingereichte Angebot würde HP “signifikant unterbewerten und sei nicht im besten Interesse der HP-Aktionäre”. Gleichzeitig erkenne man aber die “potenziellen Vorteile einer Konsolidierung an” und sei offen für eine Prüfung einer “Kombination, die HP-Aktionären einen Mehrwert” verschaffe. In Medien wie dem Handelsblatt oder dem Manager Magazin wird bereits spekuliert, HP könnte den Spieß nun umdrehen und ein Gegenangebot zur Übernahme von Xerox vorlegen.

Im Zusammenhang mit der möglichen Prüfung eines Zusammenschlusses gebe es jedoch noch grundlegende Fragen, die geklärt werden müssten, heißt es in dem Antwortschreiben mit Verweis auf die Geschäftszahlen von Xerox. Diese seien zuletzt zurückgegangen und würden daher Fragen bezüglich der Entwicklung und Zukunftsaussichten des Konzerns auswerfen. Der Verwaltungsrat von HP sieht eine gründliche Analyse der erzielbaren Synergien als entscheidend an und glaubt, dass man – “substanzielles Engagement des Xerox-Managements” und den “Zugang zu Diligence-Informationen” von Xerox vorausgesetzt – die “Vorteile einer potenziellen Transaktion schnell bewerten” könne. Wie das Handelsblatt schreibt, setze dieser Passus nun wiederum Xerox unter Druck, seine Zahlen und mehr Detailinformationen offenzulegen.

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Hintergrund

Anfang November hatte Xerox HP ein Übernahmeangebot in Höhe von mehr als 32 Mrd. US-Dollar unterbreitet (print.de berichtete). Die mögliche Übernahme von HP durch Xerox wurde daraufhin vor allem deswegen heiß diskutiert, weil Xerox sowohl vom Umsatz als auch vom Börsenwert her deutlich kleiner ist als HP. Nur wenige Tage vor Bekanntwerden des Übernahmeangebots, hatte Xerox seine Anteile an zwei Joint Ventures mit Fujifilm und Fuji Xerox an Fujifilm verkauft (print.de berichtete). Daraufhin ließ Fujifilm seine Klage gegen Xerox wegen der 2018 geplatzten Übernahme fallen. Aber auch HP sorgte zuletzt für Nachrichten, als es im Oktober verkündete, weltweit 9000 Stellen abbauen und so jährliche Einsparungen in Höhe von einer Millarde US-Dollar erzielen zu wollen. Darüber hinaus wurde im August bekannt, dass der CEO und Vorstandschef Dion Weisler aus privaten Gründen von seinem Amt zurücktreten wird. Seit Anfang November ist Enrique Lores neuer CEO der HP Inc.

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