Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG: Insolvenz beendet

Insolvenzverfahren beendet
Luftaufnahme der Kriebsteiner Papierfabrik im Landkreis Mittelsachsen.(Bild: Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG)

Die Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG (Mittelsachsen) wurde mit Wirkung vom 27. April 2018 Teil der Premium Pulp & Paper Gruppe. Das laufende Insolvenzverfahren der sächsischen Papierfabrik wurde nach erfolgreichem Abschluss eines Insolvenzplanverfahrens aufgehoben. 

Laut einer Pressemitteilung der Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG haben die Gesellschafter der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (Hagen) das Unternehmen mit einer substanziellen Kapitaleinlage wieder auf ein solides Fundament gestellt. In Kürze soll Kübler & Niethammer in Kriebstein Premium Pulp & Paper AG umbenannt werden.

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Enge Zusammenarbeit

Als neues Mitglied der Premium Pulp & Paper Gruppe sei Kübler & Niethammer nun Teil der mittelständischen Unternehmensgruppe, heißt in der Pressemitteilung weiter. Insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Energie, Einkauf und Forschung & Entwicklung wollen die Unternehmen künftig eng zusammenarbeiten. Der Vertrieb grafischer Papiere erfolge in Zukunft über Kabel Premium, die Spezialpapiere sollen durch einen eigenen technischen Vertrieb vermarktet werden. Im Segment der Spezialpapiere wurde 2017 ein Exklusivvertrag für Gegenzugpapiere mit einem der führenden europäischen Hersteller von Laminatböden geschlossen.

Weiterhin befinde sich Kübler & Niethammer in der Markteinführungsphase von 100 Prozent altpapierbasierten naßfesten Etiketten. Neben einem ökologisch vorteilhaften CO2-Fingerprint sei das Papier mit MOSH & MOAH zertifiziert und damit sogar für Lebensmittel geeignet.

Laut eigenen Angaben produziert die im Jahre 1856 gegründete Kriebsteiner Papierfabrik heute über 100.000 Tonne pro Jahr gestrichene Rollendruckpapiere (LWC) und gestrichene Topliner (WTTLC).

Rückblick

Wie die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) berichtet, hatte die Kriebsteiner Firma im Februar 2017 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Verfahren wurde laut Amtsgericht Chemnitz jetzt erfolgreich abgeschlossen. Zwar müssten in den nächsten drei Jahren noch Gläubiger bedient werden. Dies sei jedoch wirtschaftlich leistbar.

 

 

 

 

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