Produkt: Deutscher Drucker 25-26/2018
Deutscher Drucker 25-26/2018
KUNDEN & MÄRKTE Mit Druck durch die Jahreszeiten: Printanlässe 2019 +++ SCHWERPUNKT Druck & Druckveredelung +++
Bernd Zipper über die Entwicklungen im Onlineprint-Business

Onlineprint: Sind die fetten Jahre vorbei?

Bernd Zipper hat auf dem Online Print Symposium über die Entwicklungen des Marktes gesprochen.

12, 13 oder 14 Prozent – die Zeiten, in denen die Umsätze im Onlineprint zweistellig gewachsen sind, sind vorbei. Doch steckt die Branche deswegen gleich in einer Krise? Bernd Zipper (Zipcon Consulting) hat auf dem Online Print Symposium auch in diesem Jahr einen Einblick in die Entwicklung der Branche gegeben und festgestellt: Kleine Onlinedruckereien holen auf, während große oft mit Qualitäts- und Serviceproblemen zu kämpfen haben.

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Während laut Zipper das durchschnittliche Wachstum im B2C-Bereich für Deutschland, Österreich und die Schweiz 2018 bei rund 8,3 Prozent lag, sehe es im B2B-Bereich schon trauriger aus: Hier hat es im vergangenem Jahr nach Aussage des Onlinedruck-Experten ein Wachstum von “nur” 2,2 Prozent gegeben. Doch warum fällt das Wachstum im Vergleich zu früheren Jahren so niedrig aus? Laut Zipper dreht es sich hier vor allem um eine Umverteilung, denn „zum Teil große Onlineprinter verlieren Businesskunden an kleine Unternehmen, die B2B-Lösungen anbieten, die vielleicht teurer sind, dafür aber edler produzieren, vielleicht auch verlässlicher produzieren, und bei denen eine Reklamation als Reklamation auch ernst genommen wird“, so der Fachmann. Dieser Trend, dass es nicht mehr nur um den Preis gehe und die Kunden wieder mehr bereit sind, für edle Produkte (z.B. „Visitenkarten, die das Gegenüber ehren“) mehr Geld auszugeben, sei faszinierend, „auch wenn wir im Commoditiy-Bereich natürlich einen Preiskampf haben“, erklärte Zipper.

Seiner Einschätzung nach machen vor allen Dingen große Onlinedruckereien noch immer (vermeidbare) Fehler, die letztendlich die genannte Umverteilung im Markt befeuern. Woran die Unternehmen daher dringend arbeiten sollten, seien vor allen die folgenden fünf Bereiche:

  • Service
  • Wertschätzung
  • Qualität (Auf die Frage, ob es im Onlineprint ein Qualitätsproblem gibt, antwortete Bernd Zipper: “Ja, das haben wir.”)
  • E-Commerce
  • Preis

Trotz der niedriger ausgefallenen Wachstumszahlen, gilt es, jetzt nicht Kopf in den Sand zu stecken, denn der Onlineprint ist, wie Zipper erklärte, noch immer “eines der erfolgreichsten Businessmodelle, die wir haben.” Denn Onlineprint könne vor allem eine Sache bewerkstelligen: “dass wir nämlich immer nah am Kunden sind. Jederzeit. Online. Und das ist der große Vorteil der Onlineplattform“, resümierte Zipper am Ende seines Vortrages auf den Online Print Symposium 2019.

Mehr über die Trends, Herausforderungen, Marktzahlen und darüber, wie Bernd Zipper das Wachstum im aktuellen Geschäftsjahr einschätzt, erfahren Sie im Artikel “Sind die fetten Jahre vorbei” in der aktuellen Ausgabe von Deutscher Drucker.

 

PDF-Download: Deutscher Drucker 10/2019

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