Tonwertkorrekturen im CtP-RIP: Grundlage für PSO-Konformität


Beispiel für eine Testform zur Anpassung der Tonwertzunahmen im Druck. Zu sehen sind mehrere über das Format verteilte Rasterkeile, Verläufe, Rasterfelder im Spitzlicht und Schattenton sowie Testbilder. Des Weiteren sind Kontrollelemente zur Steuerung des Auflagendrucks und der Druckformherstellung vorhanden.

Mehrere Iterationen. Zur Bestimmung des Ist-Zustandes wird die digitale Testform zunächst ohne Verwendung einer Prozesskalibrierung an der CtP-Anlage ausgegeben und angedruckt (siehe Abbildung). Da im Rahmen dieser Prozedur eine Art „Charakterisierung“ der Druckmaschine geschieht, ist es wichtig, den Druckdurchgang unter optimalen beziehungsweise typischen Bedingungen durchzuführen. Hierzu muss sich die Maschine im betriebswarmen Zustand befinden. Des Weiteren sind die im Prozess-Standard Offsetdruck vorgeschriebenen Volltonfärbungen einzuhalten, da sie einen starken Einfluss auf die zu bestimmenden Tonwertzunahmen ausüben.

Anschließend werden die Tonwerte in den Rasterkeilen gemessen und auf ihre Kons­tanz über das Format hinweg geprüft. Wenn dabei ungewöhnlich große Unterschiede auftreten, sollten diese durch Justierung der Farb- und Feuchtwerke optimiert werden, bevor die Prozedur fortgesetzt wird. Hierbei kann die Fogra-Feuchtungskontroll-Testform sehr hilfreich sein. Sobald sich die Tonwertunterschiede innerhalb eines akzeptab­len Bereichs von circa 4% befinden, sind Mittelwerte zu bilden, die als Istwerte in die Korrekturtabelle eingegeben werden. Da hierdurch jedoch nicht automatisch das gewünschte  Druckergebnis garantiert ist, muss die Testform zur Kontrolle erneut ausgegeben und angedruckt werden. Dieses Mal erfolgt die Ausgabe jedoch mit zugeschalteter Prozesskalibrierung.

Liegen die Tonwertzunahmen des erneuten Andrucks innerhalb der geforderten Toleranzgrenzen, kann die Prozedur beendet werden. In den meisten Fällen müssen jedoch Nachkorrekturen durchgeführt werden. Deren Anzahl hängt vom verwendeten RIP und der Höhe der durchzuführenden Tonwertkorrekturen ab. Im Durchschnitt werden meist zwei aufeinanderfolgende Iterationen benötigt, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Viele RIPs unterstützen die Eingabe von Nachkorrekturen in separate Tabellen, die mit den ermittelten Messwerten vorangegangener Iterationen automatisch verrechnet werden.

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