Koopmann media investiert in digitale Inkjet-Technologie
von Redaktion,
Markus Duhme, Geschäftsführer/CEO der koopmann media GmbH(Bild: Konica Minolta)
Mit einer neuen B2+-Inkjetmaschine stellt sich die Spezialdruckerei aus Stuhr bei Bremen auf kleinere Auflagen und mehr Variantenvielfalt ein. Die Investition zeigt, wie sich Produktionsprozesse im Druck aktuell verändern.
Koopmann media hat in eine AccurioJet 30000 von Konica Minolta investiert und richtet seine Produktion damit neu aus. Ziel ist es, kleinere Auflagen, individualisierte Druckprodukte und verschiedene Materialien wirtschaftlich und in gleichbleibender Qualität zu verarbeiten.
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Hintergrund der Entscheidung ist der Wandel im Druckmarkt. Klassische Offsetverfahren stoßen bei kleineren, stark variierenden Aufträgen zunehmend an wirtschaftliche Grenzen. „Der Markt für Druckprodukte verändert sich sehr schnell. Die Bestellmengen werden kleiner, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Individualisierung und Reaktionsgeschwindigkeit“, sagt Markus Duhme, Geschäftsführer von koopmann media. „Ein Kunde benötigt vielleicht 100.000 Stück, aber in 200 unterschiedlichen Versionen. Das können wir mit herkömmlichen Offset-Maschinen wirtschaftlich nicht leisten.“
Mit der neuen Maschine setzt das Unternehmen auf digitale Inkjet-Produktion. Ausschlaggebend waren unter anderem eine konstante Druckqualität, geringe Makulatur, kurze Rüstzeiten sowie ein vergleichsweise niedriger Energie- und Tintenverbrauch. Auch die Möglichkeit, dickere Bedruckstoffe bis 0,6 Millimeter zu verarbeiten, spielte eine Rolle.
Die Technik schafft die Grundlage für kleinere und variantenreiche Auflagen und eröffnet neue Anwendungen. Ein Beispiel ist die Produktion von individualisierten Pflanzensteckern für die grüne Branche. Hier profitiert das Unternehmen von der Materialflexibilität und den schnelleren Abläufen, da klassische Schritte wie die Belichtung von Druckplatten entfallen.
„Mit der AccurioJet 30000 unterstützen wir Druckdienstleister dabei, hochwertige und variantenreiche Produktionen wirtschaftlich umzusetzen“, sagt Mirko Pelzer, Offering Manager Deutschland und Österreich bei Konica Minolta Business Solutions. „Koopmann media zeigt mit dieser Entscheidung, wie sich moderne Inkjet-Technologie strategisch nutzen lässt, um flexibler zu produzieren, schneller auf Kundenanforderungen zu reagieren und neue Potenziale im Druck zu erschließen.“
Für Koopmann media ist die Investition auch ein Signal für die Zukunft. „Wer investiert, hat auch Ideen, wie es weitergeht, hat eine Vision für die Zukunft“, sagt Duhme. „Umgekehrt wirkt sich so eine Investition sowohl auf Mitarbeitende als auch auf Kunden aus: Hier passiert etwas Positives, es herrscht Zuversicht. Die Menschen bekommen einen Kick, mitzumachen und noch mehr Ideen einzubringen. Eine neue Maschine weckt auch Fantasie. Ich glaube jedenfalls an die Zukunft von Print.“
Die Entscheidung zeigt einen klaren Trend in der Branche: mehr Flexibilität, mehr Individualisierung und der Ausbau digitaler Inkjet-Produktion.