Auch Rechte für die Roland 900 gesichert

Heidelberg übernimmt Servicegeschäft von manroland sheetfed

Heidelberg übernimmt rund 35 Länderorganisationen mit etwa 600 Mitarbeitenden. Ziel ist es, den weltweiten Service und die Ersatzteilversorgung für manroland-Bogenoffsetmaschinen fortzuführen.
Heidelberg übernimmt rund 35 Länderorganisationen mit etwa 600 Mitarbeitenden. Ziel ist es, den weltweiten Service und die Ersatzteilversorgung für manroland-Bogenoffsetmaschinen fortzuführen.(Bild: Heidelberger Druckmaschinen AG)

Die Heidelberger Druckmaschinen AG plant die Integration des Lifecycle-Geschäfts sowie der globalen Vertriebs- und Servicegesellschaften der manroland sheetfed Gruppe. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst die Transaktion das Service- und Ersatzteilgeschäft, die zugehörige Technologie und Intellectual Property sowie ausgewählte Vermögenswerte.

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Heidelberg übernimmt rund 35 Länderorganisationen mit etwa 600 Mitarbeitenden. Ziel ist es, den weltweiten Service und die Ersatzteilversorgung für manroland-Bogenoffsetmaschinen fortzuführen. Nach Unternehmensangaben betrifft dies mehr als 3.000 manroland-Anwender weltweit.

In einem Gespräch mit Journalisten sagten CEO Jürgen Otto und CSO Dr. David Schmedding, dass in Offenbach zunächst weiterhin rund 50 Mitarbeiter beschäftigt werden, die sich um die Ersatzteilversorgung der manroland-Maschinen kümmern sollen. Der Markenname manroland sheetfed bleibt dafür auch bis auf weiteres erhalten. Die bisherigen lokalen Ansprechpartner in den Märkten sollen grundsätzlich ebenfalls bestehen bleiben.

Mit der Integration erweitert Heidelberg sein internationales Vertriebs- und Servicenetzwerk und erhält direkten Zugang zur installierten Basis von manroland sheetfed. Man rechnet mit rund 100 Mio. Euro zusätzlichem Umsatz pro Jahr. Für den Zusammenschluss der beiden Marktorganisationen hat sich Heidelberg einen Horizont von rund zwei Jahren gegeben. Das “Closing” des Übernahme-Deals wird laut Jürgen Otto “in den nächsten Wochen” erfolgen.

Zusätzlich sichert sich das Unternehmen die Schutz- und Nutzungsrechte für die Roland 900/Cartonmaster im Bogenoffset-Großformat. Das Modell manroland 700 wird nicht fortgeführt. Heidelberg prüft nach eigenen Angaben derzeit Optionen zur Produktion und Weiterentwicklung des Systems manroland 900. Welche Optionen dies sind, wollte der Heidelberg-Vorstand aktuell nicht mitteilen.

Für manroland-Kunden soll der laufende Betrieb ihrer Maschinen zunächst unverändert abgesichert werden. Darüber hinaus will Heidelberg die Anwender in das eigene Servicenetzwerk einbinden und ihnen Zugang zu Serviceprozessen, Ersatzteilen, Verbrauchsmaterialien sowie weiteren Lifecycle-Angeboten ermöglichen. Für Kunden, die einen Technologiewechsel planen, verweist Heidelberg zudem auf die Möglichkeit eines Umstiegs auf aktuelle Speedmaster-Systeme.

Heidelberg sieht in der Übernahme zugleich eine Stärkung des wiederkehrenden Geschäfts mit Service, Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien. Das Unternehmen will die manroland-Kunden künftig auch mit weiteren Angeboten wie Prinect-Workflow-Software, Weiterverarbeitungslösungen und datenbasierten Services adressieren.

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