Weltpremiere auf der interpack

profi-tec zeigt neues Inkjet-Drucksystem für Farbdruck auf Versandverpackungen

Vertriebsleiter Martin Müller (links) und Geschäftsführer Michel Strippoli von profi-tec am interpack-Stand vor der Systemgrafik des Harrier Process Color Inkjet.

Profi-tec aus Rheine, spezialisiert auf variable Datendrucksysteme und Inkjet-Lösungen für industrielle Anwendungen und Mailings, nutzte seinen Stand auf der interpack für eine echte Weltpremiere: Gemeinsam mit den Partnerunternehmen Array Technologies und MCS präsentierte das Unternehmen dort erstmals öffentlich den Harrier Process Color Inkjet – ein neues Farbtintenstrahlsystem, das Farbdruck im industriellen Verpackungsbereich zu deutlich niedrigeren Einstiegskosten als bisher zugänglich machen soll.

Farbe als neuer Standard in der Sekundärverpackung

Der Harrier arbeitet mit einer Druckbreite von 108 mm in Prozessfarben (CMYK) und erreicht nach Herstellerangaben Geschwindigkeiten von bis zu 180 Metern pro Minute. Verwendet werden wasserbasierte Pigmenttinten. Ein konstruktives Merkmal, das die Integrationsflexibilität erhöht, ist die Möglichkeit, das System je nach Produktionsumgebung sowohl vertikal als auch horizontal einzubinden – ein Vorteil für Be-triebe, die bestehende Linien nachrüsten wollen, ohne grundlegende Umbaumaßnahmen vornehmen zu müssen. Die primären Einsatzbereiche liegen bei Sekundärverpackungen wie beispielsweise Versandkartons oder Papiertüten, die häufig in Konsumgüter-Verpackungslinien verarbeitet werden – hier dominieren bislang monochrome Kennzeichnungslösungen oder vorgedruckte Verpackungen. Die Partnerschaft zwischen Array Technologies, HP, MCS und profi-tec bündelt dabei Kompetenzen aus Druckkopftechnologie, Systemintegration, Tintentechnik und dem deutschen Vertriebs- und Servicenetzwerk.

Anzeige

Die Positionierung des Harrier-Drucksystems zielt auf einen immer deutlicher erkennbaren strukturellen Wandel im Verpackungsmarkt: Mit dem Wachstum des E-Commerce hat die Sekundärverpackung enorm an Bedeutung gewonnen – sie ist nicht mehr nur Schutzhülle, sondern auch Träger von Markenidentität und Logistikinformation zugleich. Farbdruck auf Sekundärverpackungen war bislang vor allem Hochvolumenproduzenten mit entsprechend großen Investitionsbudgets vorbehalten. Das Harrier-System ist einfach zu bedienen, besonders zuverlässig und liefert kostengünstige Drucke. Die verwendeten Farben bleiben auch bei erneuter Benetzung wischfest. Der Harrier soll so den Einstieg in diese interessante Option auch mittelständischen Betrieben wirtschaftlich ermöglichen.

profi-tec zeigte auf seinem großzügigen Messestand neben dem Harrier Process Color Inkjet auch verschie-dene Smart-Packaging-Lösungen.
Auf dem Display stellt die Harrier-Steuersoftware PerfectTrack den laufenden Druckjob dar. CMYK-Druck, Barcode, QR-Code und Tracking-Nummer werden in einem Durchgang bei 1.200 x 600 dpi auf die Verpackung aufgebracht.

profi-tec als Integrator

Ergänzend zum Harrier zeigte Array Technologies am profi-tec-Stand die Lösung Real Stamp. Sie ermöglicht es, zum Beispiel auch RFID, BLE etc. zu lesen, zu interpretieren und auch passende Daten on-the-fly hinzu zu drucken und damit die Basis für mehr Transparenz in der Lieferkette sowie für Connected-Packaging-Anwendungen zu legen – ein Thema, das angesichts des kommenden Digital Product Passport zunehmend an regulatorischer Relevanz gewinnt.

Für profi-tec, das neben dem Harrier ein breites Portfolio an Inkjet-Drucksystemen führender Hersteller wie MCS, Kyocera, Konica-Minolta, Fujifilm-Dimatix und HP vertreibt, unterstreicht die Präsentation auf der interpack den Anspruch, nicht nur Hardware zu liefern, sondern vollständige Inkjet-Straßen von Anfang bis Ende zu planen und umzusetzen. Das schließt Anleger, Vakuum-Transporttische, Vereinzelungssysteme, Kamerasysteme und Verbrauchsmaterialien ebenso ein wie den kompletten Service und Support aus einer Hand.

Martin Müller (rechts) erläutert einer interessierten Messebesucherin die Besonderheiten und Möglichkeiten des Harrier Process Color Inkjet.
Um Müll zu reduzieren, verwendete profi-tec für die Live-Demonstrationen statt echter Kartons einen Dummy (im Hintergrund), in den sich Kartonbögen einstecken ließen.

.

Kontakt:

profi-tec
www.profi-tec.com