Viele Bücher der Gattung "New Adult", wie hier "Twisted Dreams" von Ana Huang, erhalten eine aufwendige Ausstattung - in diesem Fall Farbschnitt passend zum Cover und Folienveredelung auf dem Vor- und Nachsatz.(Bild: Bastei Lübbe)
Bastei Lübbe hat im Geschäftsjahr 2025/2026 den Umsatz gesteigert, zugleich aber einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnet. Belastet wurde die Profitabilität unter anderem durch höhere Produktionskosten und aufwendig ausgestattete Printausgaben. Im laufenden Geschäftsjahr will die börsennotierte Verlagsgruppe deshalb “den Druckaufwand optimieren”.
Die Bastei Lübbe AG mit Sitz in Köln hat ihren Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2025/2026 um 3,8 Prozent auf 118,4 Mio. Euro erhöht. Das Konzern-EBIT sank dagegen von 17,1 auf 9,3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verringerte sich von 15,0 auf 7,9 Prozent. Als wesentlichen Grund für die rückläufige Profitabilität nennt die Verlagsgruppe einen margenschwächeren Umsatz- und Programmmix mit höheren Produktions- und Honorarkosten. Der Materialaufwand stieg um 8,7 Mio. Euro auf 64,2 Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich entsprechend von 48,7 auf 54,2 Prozent.
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Nach Angaben des Unternehmens war das Programm im Berichtsjahr durch einen höheren Anteil reichweitenstarker Spitzentitel sowie durch aufwendig ausgestattete Printausgaben geprägt. Die besondere Wertigkeit in Herstellung und Veredelung habe zu einer höheren Materialaufwandsquote und einer schwächeren Marge beigetragen.
Im Segment Buch erhöhte sich der Umsatz von 107,0 auf 111,4 Mio. Euro. Das Segment-EBIT sank jedoch von 16,2 auf 8,6 Mio. Euro. Neben geringeren Umsätzen in margenstarken Bereichen führte Bastei Lübbe dafür eine niedrigere Rohertragsmarge bei relativ hohen Produktions- und Honorarkosten an.
Materialaufwand soll gesenkt werden
Für das Geschäftsjahr 2026/2027 erwartet die Verlagsgruppe einen Konzernumsatz zwischen 118 und 122 Mio. Euro sowie ein EBIT von 10 bis 12 Mio. Euro. Zur Verbesserung der Profitabilität soll insbesondere der Materialaufwand gesenkt werden. Geplant sind eine Optimierung des Druckaufwands sowie eine Reduzierung der Honoraraufwandsquote. Zusätzlich kündigt Bastei Lübbe zahlreiche Paperback-Zweitverwertungen von Bestsellern des Vorjahres an. Genannt werden Titel von Dan Brown, Ken Follett, Rebecca Gablé und Holly Jackson, für die das Unternehmen große Auflagen erwartet.