Neues von PrintsPaul

Inspektion, Inkjet-Eindruck und Multilayer-Etiketten im Mittelpunkt

Gut gelaunte Crew am PrintsPaul-Messestand auf der diesjährigen interpack in Düsseldorf (von links): Geschäftsführer Paul Arndt mit den Mitarbeitenden Qitiandong Wu, Aous Darwisch und Martin Ewers.

Als Komplettanbieter für Druck-, Converting- und Inspektionslösungen im Etikettenbereich durfte auf der interpack im Mai natürlich einer nicht fehlen: Paul Arndt und sein Team präsentierten gleich vier neue Lösungen auf dem Messestand in Halle 8b. Und wieder haben diese Namen bekommen anstelle mehr oder weniger kryptischer Typenbezeichnungen – eine Idee, die inzwischen die gesamte Produktpalette der PrintsPaul-Maschinen umfasst. Und so hießen die neuen Lösungen zum Beispiel Konrad, Markus oder Felix, und sie alle konnten während der Fachmesse für die Verpackungsbranche live im Einsatz erlebt werden. 

Der Spezialist aus Eschweiler bei Aachen nutzte seinen Messeauftritt, um ein breites Spektrum neu- und weiterentwickelter Lösungen für die Etiketten- und Verpackungsproduktion vorzustellen. Dabei standen drei Themen im Vordergrund: KI-gestützte Inspektion, Inkjet-Eindrucksysteme sowie Ansätze zur Herstellung von Multilayer- und Booklet-Etiketten.

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Einrichtungszeiten: von Minuten auf Sekunden

Eine Neuentwicklung ist das Inspektionssystem unter der Plattformbezeichnung „Konrad“. Kernstück ist eine KI-gestützte Erkennung von Inspektionshierarchien: Statt wie bisher manuell festzulegen, welche Prüfbereiche für ein bestimmtes Etikett relevant sind, schlägt die KI diese selbstständig vor – einschließlich Schrift- und Feinschriftprüfung, QR-Code-Lesung, Datenbank-Checks sowie Farbprüfung mit ΔE-Abweichungsana-lyse und Logo-/Farbkriterien. Nicht benötigte Prüfumfänge lassen sich nachträglich ausblenden. Für Druckereien, die häufig die Produktion wechseln, ist vor allem die drastisch reduzierte Rüstzeit relevant: Die Einrichtungszeit sinkt von bisher fünf bis zehn Minuten auf rund dreißig Sekunden. Ergänzt wird dies durch eine Workflow-Option, bei der Fehlerpositionen von der Druckmaschine auf einen Server übertragen und am Inspektionstisch automatisch angefahren werden – ohne manuelle Definition von Rollenanfang oder Fehlerposition.

„Konrad“ ist in den Bahnbreiten 330 und 420 mm verfügbar, perspektivisch soll eine 530-mm-Variante folgen. Als kompaktere Alternative ohne eigene Kamera positioniert sich „Markus“ (370 mm) – ein kombinierter Schneid- und Arbeitstisch mit ähnlicher Grundfunktionalität, der optional erweitert werden kann. Für kleinere Betriebe oder platzbeschränkte Umgebungen steht zudem die Plattform „Felix“ bis 220 mm Bahnbreite bereit, die mit 220-V-Anschluss auskommt und keine Druckluft benötigt.

Paul Arndt (rechts) erläutert Matthias Siegel von der Grafischen Palette die Funktionsweise und die Besonderheiten der neuen Einstiegsmaschine Otto 320 für Multilayer- und Booklet-Etiketten.

Neue Inkjet-Eindrucksysteme

Eine weitere Neuheit war der erste offizielle Launch eines vierfarbigen Inkjet-Eindrucksystems auf der schon erwähnten Plattform „Markus“. Es adressiert einen wachsenden Marktbedarf: Viele Druckereien produzieren zunächst große Auflagen mit Veredelung und bedrucken diese anschließend mit variantenspezifischen Informationen in kleinen Losgrößen – etwa Chargennummern, Alkoholgehalte oder QR-Codes. Auf der Plattform „Felix“ ergänzt ein Eindrucksystem mit sogenanntem „Deep Black“ das Portfolio. Es wurde speziell für stark saugende Materialien entwickelt, wie etwa Papiere für Weinetiketten, und soll dort ein satteres, tiefes Schwarz ermöglichen als herkömmliche Inkjettinten. Paul Arndt betont dabei die hohen Anforderungen an das labelweise Datenhandling, da Etikettgrößen innerhalb eines Auftrags variieren können und der Datentransfer bei mehreren Druckköpfen besonders schnell erfolgen muss.

Das auf der interpack erstmals gezeigte vierfarbige Inkjet-Eindrucksystem von PrintsPaul – hier auf der Plattform Markus 370 – verwendet Druckköpfe von Epson.

Vier Wege zum Multilayer-Etikett

Für Druckereien, die Multilayer- oder Booklet-Etiketten produzieren oder in diesen Bereich einsteigen wollen, präsentierte PrintsPaul vier unterschiedliche Maschinenkonzepte. Als bewährte Lösung steht der Registerlaminierer bereit, der insbesondere bei der Verbindung mehrerer Folienschichten zuverlässig arbeitet. Neu ist die Einstiegsmaschine „Otto 320“, die solche Produkte über Spendestationen realisiert und dabei einen op-tionalen Booklet-Feeder sowie eine Zulaminierein-heit bietet. Für komplexere Etiketten eignet sich die Maschine „Hans 320“, ein erweiterter „Otto“ mit drei Spendestationen, der nach einem anderen Taktprinzip arbeitet. Für höhere Volumina empfiehlt Paul Arndt den modularen Digital Finisher MDF mit einem Crossover/Wendekreuz-Ansatz: Die Bahn wird geschnitten, der Liner entfernt, die Bahnen zusammengeführt und anschließend gemeinsam gestanzt. Ein Vorteil der Spendelösungen liegt darin, dass sich auch Papier-Multilayer robuster produzieren lassen, da das Spende-system Dehnungsunterschiede zwischen den Lagen ausgleicht – beim Registerlaminierer hingegen ist Folie wegen ihres gleichmäßigeren Dehnverhaltens das geeignetere Substrat.

Neben dem etablierten „RENT–TEST–BUY@PAUL“-Ansatz entwickelt Paul Arndt derzeit ein neues Langzeitmietmodell namens LONG–TERM–RENT@PAUL. Es bietet längere Laufzeiten und ist ausdrücklich kein Leasing: Das Eigentum verbleibt beim Hersteller, ein Eigentumsübergang ist nicht vorgesehen. Geplant ist zudem ein Monitoring- und Telemetriesystem.

LONG–TERM–RENT@PAUL…

…ergänzt das bestehende Testmodell von PrintsPaul und richtet sich an Betriebe, die ihre Produktion bereits erfolgreich auf die neue Lösung umgestellt haben, jedoch zusätzliche Zeit für ihre Investitionsplanung benötigen. So entsteht ein nahtloser Übergang von der Testphase in die langfristige Nutzung – ohne Unterbrechung der Produktion und ohne sofortige Kaufentscheidung. Nach Abschluss der Testphase können Kunden die Maschine weiterhin nutzen und für bis zu 48 Monate langfristig mieten. Die monatliche Miete beträgt dabei 2% des Maschinenkaufpreises. Dadurch bleibt die Produktionssicherheit erhalten, während Investitionen planbar und flexibel gestaltet werden können. Mit der Ergänzung des etablierten RENT–TEST–BUY@PAUL-Verfahrens durch LONG–TERM–RENT@PAUL verfolgt PrintsPaul konsequent seinen Lösungsansatz: Nicht die Finanzierung steht im Mittelpunkt, sondern die passende Investitionslösung für den Kunden.

Kontakt:

PrintsPaul
www.printspaul.de