Kaiser Vision: automatische Vermessung von Leaflets und Verschlussetiketten
von Redaktion,
Die Inspektionslösung kvClosure im Praxiseinsatz.
Die Kaiser Vision GmbH (Radebeul) wurde 2018 von Dr. Christian Kaiser gegründet, einem Spezialisten für visuelle Sensorik, der seit den 1990er-Jahren ununterbrochen in den Bereichen industrielle Bildverarbeitung und Druckbildkontrolle tätig ist. Das Hauptaugenmerk des Teams um Dr. Christian Kaiser und Sohn Paul Kaiser liegt auf der Entwicklung und dem Vertrieb von innovativen, wartungsarmen und benutzerfreundlichen Inspektionssystemen für die Druckbranche. Kaiser Vision steht für Qualität „Made in Germany“, sowohl die Fertigung der Systeme als auch die Softwareentwicklung finden in Radebeul statt. Dank kurzer Wege und des Zusammenspiels aus Hard- und Software kann flexibel auf Kundenanforderungen eingegangen werden.
Bisher stärkstes Produkt von Kaiser Vision ist das Inspektionssystem kvInspect. Dieses hat sich in den letzten Jahren als echte Allround-Lösung in der Druckweiterverarbeitung etabliert. kvInspect wird unter anderem auf Falzmaschinen, Stanzmaschinen, Banderolierern, Zusammentragmaschinen oder Klebemaschinen zur Qualitätskontrolle und Vermeidung von Untermischungen eingesetzt.
Anzeige
kvClosure: innovatives System zur Leaflet-Vermessung und Etikettenkontrolle
Im Zuge steigender Qualitätsanforderungen und zunehmender Automatisierung ist die Druckbranche seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer intelligenten Inspektionslösung für fertige Leaflets oder Booklets. Auch das Verschlussetikett muss überprüft werden, um Handlingprobleme während des Verpackungsprozesses sowie spätere Reklamationen zu vermeiden.
Kaiser Vision erkannte diesen Bedarf – nicht zuletzt durch den engen Austausch mit Kunden sowie konkrete Anfragen von Druckereien und Maschinenbauern – und startete daraufhin die Entwicklung von kvClosure. Das daraus entstandene Projekt war mit einem hohen Entwicklungsaufwand verbunden, das Produkt wurde zudem über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv getestet. „Allein in die Hardwareauswahl haben wir etwa ein Jahr investiert“, berichtet Dr. Christian Kaiser, „Wir haben alle möglichen Varianten getestet, um wirklich die beste Lösung zu finden. Dabei geht unser Dank auch an alle Partner, die uns in dieser Phase unterstützt haben. Im Anschluss an die Hardwareauswahl haben wir nochmals viel Zeit und Ressourcen in die Softwareentwicklung gesteckt. Jetzt muss ich sagen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Wir sind alle sehr stolz auf unser neues Produkt.“
Prüfung des fertigen Leaflets auf Länge, Breite, gerade Ausrichtung und Überstände.
kvClosure ermöglicht eine umfassende Prüfung der fertigen Produkte. So wird das Leafletformat sowohl in Länge als auch Breite präzise vermessen und zusätzlich auf schiefe Verarbeitung sowie Papierüberstände kontrolliert. Seitlich erfolgt eine Überprüfung der korrekten Falzung durch Messung von Höhe und Breite des Leaflets. Zusätzlich wird das Verschlussetikett exakt vermessen, einschließlich seiner Position relativ zum Produkt sowie des seitlichen Überstands. Die akzeptierten Toleranzen lassen sich dabei flexibel an die jeweiligen Kundenanforderungen anpassen, sodass nicht tolerierte Abweichungen zuverlässig erkannt und eine konstant hohe Produktqualität sichergestellt werden können.
Seit Beginn des Jahres ist das erste kvClosure-System bei einem Pilotkunden installiert. So konnten im Live-Betrieb Anpassungen vorgenommen und Feinheiten optimiert werden, wodurch das System jetzt äußerst ausgereift daherkommt. Beim Pilotkunden läuft es stabil und sicher im echten Produktionsalltag inklusive Ausschleusung, weitere Anschaffungen werden gerade besprochen. Neben der hervorragenden Erkennungsleistung sind die Einrichter begeistert von der intuitiven Bedienung. „Darauf haben wir auch ein besonderes Augenmerk gelegt“, sagt Paul Kaiser. „Unsere Systeme sollen die Qualität des Kunden sicherstellen, dabei den Produktionsablauf aber nicht ausbremsen. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen. Die Einrichtung eines neuen Jobs ist in 1–2 Minuten abgeschlossen, dann kann produziert werden. Dementsprechend hält sich auch der Schulungsaufwand sehr in Grenzen.“
Ein weiteres Highlight bietet kvClosure, wenn es in eine komplette Linie eingebunden wird. Dann besteht die Möglichkeit, auf der vorgelagerten Falzmaschine ein kvInspect-Erweiterungsmodul zu installieren. In diesem Fall benötigen Kunden nur noch ein Inspektionssystem für die gesamte Linie, die Bedienung läuft über ein zentrales Display und es wird ein gebündelter Prüfbericht je Auftrag und Linie erstellt.