Eva-Maria Bauch hat die Mediengruppe Oberfranken verlassen
von Redaktion,
Eva-Maria Bauch war bis Juni 2026 CEO der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg.(Bild: mgo)
Eva-Maria Bauch, CEO der Mediengruppe Oberfranken (mgo, Bamberg), hat das Unternehmen im Juni 2026 verlassen. Dies teilte sie jetzt auf Linkedin mit. Eva-Maria Bauch stand seit 1. Januar 2024 an Spitze der Firmengruppe. Zu Jahresbeginn 2026 war die mgo durch die in Passau ansässige Mediengruppe Bayern übernommen worden.
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Die Diplom-Informatikerin Bauch war zuvor bei der Managementberatung Deloitte sowie in geschäftsführenden und leitenden Funktionen u.a. bei Gruner + Jahr, der Mediengruppe RTL Deutschland, der Bauer Media Group und Axel Springer. Im Juli 2023 startete sie als designierte CEO und Geschäftsführerin bei der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg – und wurde zum 1. Januar 2024 zur CEO und Sprecherin der Geschäftsführung berufen.
Auf Linkedin schreibt sie nun unter anderem: “In den vergangenen drei Jahren durfte ich die Mediengruppe Oberfranken durch eine tiefgreifende Transformation steuern. (…) Es war mir ein Privileg, für dieses breit aufgestellte Haus mit über 2.300 Mitarbeitenden an 20 Standorten zu arbeiten. Für die faszinierenden Marken in seinen vier strategischen Geschäftseinheiten – dem Lokalen Mediengeschäft, den Fachverlagen, dem Marketing-Dienstleister & der Druckerei-Gruppe mgo360 und dem DigitalOnly Business. Ein Schritt und eine Zeit, auf die ich mit Stolz zurückblicke. Wandel im Leben ist unvermeidlich und fordernd. Aber er lässt uns wachsen. Ein Unternehmen erfolgreich zu steuern, lebt genau von dieser Dynamik.”
Die Mediengruppe Oberfranken ist der jüngste Zukauf der auf Expansionskurs befindlichen Mediengruppe Bayern unter der Leitung der Passauer Verlegerin Simone Tucci-Diekmann. Mit dem Kauf hat das Passauer Medienhaus, das früher als Verlagsgruppe Passau bekannt war, seine Position als größter bayerischer Regionalzeitungsverlag ausgebaut. Neben der „Passauer Neuen Presse“ erscheinen bisher bereits der „Donaukurier“ in Ingolstadt sowie die „Mittelbayerische Zeitung“ in Regensburg unter dem Dach der Mediengruppe Bayern (MGB). Zum Jahresbeginn kamen dann der „Fränkische Tag“ in Bamberg sowie deren Schwesterzeitungen „Bayerische Rundschau“, „Coburger Tageblatt“ und „Saale-Zeitung“ hinzu, ebenso das reichweitenstarke Onlineportal „infranken.de“. Auch die umfangreichen Aktivitäten der Mediengruppe Oberfranken (MGO) im Geschäftsbereich Fachzeitschriften sowie das Druckgeschäft wurden zu 100 Prozent übernommen. Auf Druckereiseite hat dies bereits dazu geführt, dass die Zeitungsdruckerei in Passau zu Gunsten der Standorte Regensburg und Bamberg geschlossen werden soll.
Zur Mediengruppe Oberfranken
Die Unternehmensgruppe besteht in ihrer heutigen Form seit 2003, die Ursprünge des „Bamberger Tagblatts“ gehen aber bis ins Jahr 1830 zurück. Der Verlag gibt neben den genannten vier regionalen Tageszeitungen auch Anzeigenblätter mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von 360.000 Stück heraus. Digital verfügt die MGO neben den Online-Pendants der Tageszeitungen mit infranken.de über ein weiteres Nachrichtenportal, das im Schnitt rund 13 Millionen Visits pro Monat verzeichnet. Maßgeblich zum Umsatz der Mediengruppe Oberfranken tragen zudem das Geschäft mit Druckaufträgen sowie mit Fachzeitschriften – vorwiegend für den Medizin- und Bildungsbereich – bei.