Rautenberg Druck baut Digitaldruck mit Jetfire 50 aus
von Redaktion,
Die Rautenberg Druck GmbH erweitert ihre Digitaldruckkapazitäten mit dem industriellen Ink-Jet System Jetfire 50 von Heidelberg. (von links:) Die beiden Geschäftsführer der Rautenberg Druck GmbH, Stefan Schulz und Tobias Hoffmann.(Bild: Heidelberg)
Kleinere Auflagen und mehr individualisierte Druckaufträge verändern die Produktionsabläufe bei Rautenberg Druck. Das Unternehmen aus Leer hat deshalb seine Digitaldruckkapazitäten mit einer Jetfire 50 von Heidelberg erweitert. Die neue Anlage soll gemeinsam mit dem Offsetdruck für eine flexiblere und effizientere Auftragsproduktion sorgen.
Die Rautenberg Druck GmbH aus Leer setzt bei der Produktion auf die Kombination von Offset- und Digitaldruck. Seit dem Einstieg in den Digitaldruck Anfang der 2000er-Jahre hat das Unternehmen sein Angebot kontinuierlich erweitert. Heute produziert Rautenberg unter anderem Werbe- und Geschäftsdrucksachen, Mailings, Faltschachteln und Anwendungen für die Werbetechnik. Rund 80 Mitarbeitende arbeiten in den Bereichen Beratung, Gestaltung, Produktion und Logistik. Seit 2007 betreibt das Unternehmen zudem den Onlineshop „printoo“ für B2C- und B2B-Kunden.
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Mit steigender Nachfrage nach kleinen Auflagen sowie individualisierten und personalisierten Drucksachen entschied sich Rautenberg, die Digitaldruckkapazitäten auszubauen. Bei der drupa 2024 informierte sich das Unternehmen über aktuelle Digitaldrucklösungen und nahm dabei auch die Jetfire 50 von Heidelberg genauer unter die Lupe.
„Nachdem wir die Jetfire 50 technisch in alle Richtungen abgeklopft hatten, haben wir mit den Experten von Heidelberg das Projekt anhand unserer Auftragsstruktur analysiert und durchgerechnet. Die Zahlen haben eindeutig für eine Investition in das neue System gesprochen. Und das sowohl von der wirtschaftlichen als auch von der anwendungstechnischen Perspektive und vor allem in Kombination mit unserer Speedmaster XL 106 für den Offsetdruck“, erläutert Stefan Schulz und ergänzt: „Darüber hinaus haben uns die Integrationsmöglichkeiten der Maschine in den Prinect Workflow sowie das Serviceangebot von Heidelberg überzeugt “
Die bereits vorhandene Versafire CV von Heidelberg bleibt ebenfalls im Einsatz. Das Tonerdrucksystem bietet unter anderem durch unterschiedliche Bedruckstoffe und Sonderfarben Möglichkeiten für bestimmte Anwendungen.
Die Jetfire 50 wurde im ersten Quartal 2026 am Standort Leer installiert. Vor der Inbetriebnahme bereitete Rautenberg die Mitarbeitenden mit Schulungen vor und passte die Infrastruktur an. Auch bestehende Abläufe in der Druckvorstufe wurden überprüft, um die neue Inkjet-Technologie in die vorhandene Produktionsumgebung einzubinden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung. Rautenberg nutzt dafür den Prinect Workflow und plant, künftig auch Prinect Touch Free einzusetzen. Der Workflow soll mithilfe von KI und auf Basis von Produktionsdaten entscheiden, ob ein Auftrag im Digital- oder Offsetdruck wirtschaftlicher produziert werden kann.
Auch Heidelberg sieht in der Verbindung beider Druckverfahren einen wichtigen Ansatz für die industrielle Produktion. „Die Investition von Rautenberg in eine Jetfire 50 unterstreicht erneut, dass wir den Markt mit unserem digitalen Ökosystem von den Vorteilen einer hybriden Druckproduktion überzeugen können“, sagt Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb bei Heidelberg. „Die Kombination von industriellen Digitaldrucklösungen mit unseren modernen Offsetdruckmaschinen ist in der Lage, die Wettbewerbsfähigkeit von Druckereien deutlich zu steigern.“