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Vorwärtsstrategien in der Druckindustrie

Diese Fachbegriffe zur Druckindustrie 4.0 sollten Sie kennen

Druckindustrie 4.0: Die wichtigsten Technologien hinter dem Begriff »Druckindustrie 4.0« – kurz zusammengefasst.
Die wichtigsten Technologien hinter dem Begriff »Druckindustrie 4.0« – kurz zusammengefasst.(Bild: Pixabay)


In einer sechsteiligen Artikelserie im Fachmagazin Deutscher Drucker skizzieren Fachleute des BVDM und vom Fraunhofer IAO, welche Faktoren bei der Strategieentwicklung für die Druckindustrie 4.0 künftig entscheidend sein werden. Dabei wird zunächst einmal mehr Transparenz hinter die vielen technologischen Fachbegriffe, die sich rund um das Thema Industrie 4.0 ranken, gebracht.

 

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Konzepte und Technologien für die Druckindustrie 4.0

Die wesentlichen Merkmale von »Industrie 4.0« – dem digitalen Wandel der Industrie – lassen sich kurz und allgemeinverständlich so zusammenfassen:
  • Industrie 4.0 verbindet die Produktion mit der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT).
  • Kunden-, Lieferanten-, Produkt- und Maschinendaten sind vernetzt.
  • Maschinen kommunizieren mit Maschinen.
  • Werkstücke und Maschinen steuern selbstständig die Produktion.
Außerhalb des deutschen Sprachraums, aber auch hierzulande, werden statt »Industrie 4.0« oft die allgemeineren Begriffe »Digitale Transformation« oder »Digitaler Wandel« benutzt. Die Grafik gibt eine Übersicht über die wichtigsten Industrie-4.0-Technologien und Konzepte, die auch die weitere Entwicklung der Druck- und Medienunternehmen maßgeblich mitbestimmen werden:

 

Druckindustrie 4.0: Technologie und Konzepte der Industrie 4.0.
Technologie und Konzepte der Industrie 4.0. (Bild: Bundesverband Druck und Medien e.V.)

 

  • Cloud-Technologie: IT-Infrastruktur, die nicht auf dem lokalen Rechner bereitsteht, sondern Anwendungssoftware, Rechnerleistung und/oder Speicherplatz über ein Rechnernetz online zugänglich macht (zum Beispiel per Webbrowser).

 

  • Intelligente Wertschöpfungsnetzwerke: Zu horizontal und vertikal integrierten Netzwerken zwischen mehreren beteiligten Partnern verknüpfte Wertschöpfungsketten, die sich durch Selbststeuerung der technischen und kaufmännischen Prozesse auszeichnen. Ziel ist die Optimierung von Kosten, Systemverfügbarkeit und Ressourcenverbrauch.

 

  • Augmented Reality (»erweiterte Realität«): Ergänzung der Realitätswahrnehmung durch computergenerierte Zusatzinformationen oder virtuelle Objekte, die mit technischen Hilfsmitteln (zum Beispiel Smartphone, Datenbrille) in die wahrgenommene Umwelt eingeblendet werden oder diese überlagern. In einer Mixed Reality (»vermischte Realität«) können die virtuellen Objekte obendrein mit den realen Personen oder Gegenständen interagieren (zum Beispiel rufen Änderungen in der Realität eine Anpassung der eingeblendeten Objekte hervor).

 

  • Künstliche Intelligenz (KI): Selbstlernende IT-Systeme mit der Fähigkeit, mit Unsicherheit und Wahrscheinlichkeitsinformationen um­zugehen. Einsatzgebiete sind beispielsweise Expertensysteme, Chatbots oder Systeme, die bestimmte Muster erkennen, analysieren und vorhersagen können (zum Beispiel Verschlagwortung von Medieninhalten per Objekterkennung).

 

  • Internet der Dinge: Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet. Das Internet der Dinge erlaubt es, relevante Informationen aus der realen Welt automatisch zu erfassen, miteinander zu verknüpfen und im Netz verfügbar zu machen. Die Informationen lassen sich etwa dazu nutzen, die Gegenstände selbst oder andere Objekte zu steuern (zum Beispiel Temperaturregelung) oder bestimmte Aktionen auszulösen (zum Beispiel Warnhinweise geben oder Bestellungen veranlassen).

 

  • Big Data: Digitale Technologien zum Sammeln und Auswerten von Massendaten. Dabei geht es in der Regel darum, in großen, komplexen und/oder schwach strukturierten Daten relevante Zusammenhänge zu finden, die sich für wirtschaftliche, politische oder soziale Zwecke nutzen lassen.

 

  • Kundenindividuelle Massenfertigung (»Mass Customization«): Herstellung individualisierter Produkte nach den Anforderungen des Kunden in einem industriellen Fertigungsprozess. In der Regel basiert die kundenindividuelle Massenfertigung auf der Modularisierung des Produkts, das sich der Kunde dann nach seinen Wünschen aus den vorgegebenen Bausteinen konfigurieren kann. Trotz Individualisierung werden die Vorteile der Massenproduktion (zum Beispiel Automatisierung der Fertigung, Skaleneffekte, Erfahrungskurvenvorteil) genutzt, wodurch die Herstellungskosten in einem Rahmen bleiben, der marktgerechte Verkaufspreise zulässt. Kundenindividuelle Massenproduktion gilt als eines der Hauptziele der Industrie 4.0.

 

  • Smart Factory (»intelligente Fabrik«): Produktionsumgebung, in der sich die Fertigung einschließlich Logistik ohne menschliche Eingriffe weitgehend selbstständig organisiert. [8835]

 

 

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