Gesamte Wertschöpfungskette soll abgedeckt werden

Heidelberg: Stabiler Umsatz, strategische Neuausrichtung

Heidelberg baut seine Rolle als Systemintegrator im Verpackungsdruck gezielt aus.
Heidelberg baut seine Rolle als Systemintegrator im Verpackungsdruck gezielt aus.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem leicht gestiegenen Umsatz von 2.293 Mio. Euro (Vorjahr: 2.280 Mio. Euro) abgeschlossen. Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 6,6 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent), was das Unternehmen vor allem auf vorgezogene Investitionen in neue Geschäftsfelder sowie geopolitische Belastungen zurückführt. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich deutlich auf 15 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro).

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Im Kerngeschäft Print & Packaging konnte der Umsatz trotz gesunkenem Auftragseingang leicht gesteigert werden. Heidelberg baut seine Rolle als Systemintegrator im Verpackungsdruck gezielt aus und will die gesamte Wertschöpfungskette von der Substratauswahl bis zur digitalen Integration abdecken. Die Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Masterwork im Bereich Postpress Packaging wurde substanziell erweitert. Zudem hat Heidelberg die Markenrechte von Polar übernommen.

Im Digitaldruckbereich treibt das Unternehmen den Hochlauf von Inkjet-Lösungen voran. Das Segment Digital Solutions & Lifecycle verzeichnete leichte Rückgänge bei Auftragseingang und Umsatz. Die Etikettensparte Gallus entwickelt digitale und hybride Lösungen für den wachsenden Etikettenmarkt.

Auf der Kostenseite verlagert Heidelberg die Produktion der Speedmaster CX 104 vollständig nach China und gründet einen neuen Fertigungsstandort in Nordmazedonien.

Für 2026/2027 erwartet Heidelberg einen stabilen Umsatz auf Vorjahresniveau sowie eine spürbare Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge.