Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen 2018 – Vorstand erweitert

Koenig & Bauer: Konzernumsatz niedriger, Auftragseingang höher

Die Neubestellungen im flexiblen Verpackungsdruck haben in der Koenig & Bauer-Gruppe zugelegt.(Bild: Koenig & Bauer AG,Wuerzburg)

In den ersten neun Monaten 2018 konnte die Koenig & Bauer-Gruppe den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent auf 943,2 Mio. Euro steigern. Zurückgeführt wird dies auf ein „starkes Wertpapiergeschäft und Zuwächse in Verpackungsdruckmärkten“, so Koenig & Bauer bei der Verkündung der jüngsten Geschäftszahlen wörtlich. Der Auftragsbestand legte zum Quartalsende um 25,5 Prozent auf 769,3 Mio. Euro zu. Durch die 2018 noch stärkere Konzentration der von Kundenseite gewünschten Liefertermine im vierten Quartal und Engpässe bei Teilen hat der Konzernumsatz mit 788,8 Mio. Euro den Vorjahreswert von 847,7 Mio. Euro nicht erreicht. Entsprechend war das Ebit mit 28,6 Mio. Euro niedriger als 2017 (36,4 Mio. Euro).

Beeinträchtigt waren Auftragseingang, Umsatz und Ebit im Sheetfed-Segment insbesondere durch Engpässe bei der Teileverfügbarkeit, wie Koenig & Bauer weiter meldet. Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann: „Die Teilesituation und der hohe Auftragsbestand bremsen durch längere Lieferzeiten das Neugeschäft. Wir arbeiten derzeit massiv an der Optimierung der gesamten Lieferkette für eine nachhaltige Lieferzeitreduzierung.“

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Trotz der Zuwächse im flexiblen Verpackungsdruck lag der Auftragseingang bei Digital & Web durch geringere Maschinenverkäufe für den Zeitungs- und Digitaldruck nur leicht über dem Vorjahreswert. Geringere Erlöse haben mit den Markteintritts- und Wachstumsaufwendungen bei Wellpappe und flexibler Verpackung das Segment-Ebit belastet. Bei deutlich höheren Bestellungen unterschritten die Umsätze bei Special leicht den Vorjahreswert. Dennoch blieb die Ebit-Marge in diesem Segment stabil, wie es weiter heißt.

Laut CFO Mathias Dähn strebe die Koenig & Bauer-Gruppe „für 2018 einen organischen Umsatzanstieg im Konzern von rund 4 Prozent an.“ Hinsichtlich des Ertragsziels für 2018 sei man aufgrund der im dritten Quartal bei niedrigem Umsatzniveau erzielten Ebit-Marge von 6,6 Prozent zuversichtlich, im Gesamtjahr mit höheren Umsätzen eine Ebit-Rendite von rund 7 Prozent zu erreichen.

In Abhängigkeit von der Entwicklung der Weltwirtschaft, der Endmärkte und der erforderlichen Wachstumsinvestitionen strebt das Management bis 2021 konzernweit eine organische Umsatz-wachstumsrate von rund 4 Prozent pro Jahr und eine Ebit-Marge zwischen 4 und 9 Prozent an.

Es gab auch eine Personalie zu verkünden: Zur Leitung des Segments Special hat der Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2018 das Aufsichtsratsmitglied Dr. Andreas Pleßke für fünf Jahre in den Vorstand berufen. Zu seinem Aufgabengebiet gehört zudem die Optimierung des internen Produktionsnetzwerkes. Als Nachfolger im Aufsichtsrat konnte Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner gewonnen werden.

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