Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026

Koenig & Bauer: Starker Auftragseingang im ersten Quartal 2026

Koenig & Bauer gehört zu den am breitesten aufgestellen Druckmaschinen-Herstellern.
Koenig & Bauer gehört zu den am breitesten aufgestellen Druckmaschinen-Herstellern.(Bild: Koenig & Bauer AG)

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (Würzburg) hat das erste Quartal 2026 mit deutlichem Auftragsplus abgeschlossen. Der Auftragseingang stieg um 21,4 % auf 297,6 Mio. Euro – der höchste Wert in einem ersten Quartal seit zwei Jahren. Der Konzernumsatz wuchs um 3,2 % auf 260,2 Mio. Euro (Vorjahr: 252,2 Mio. Euro). Das operative EBITDA lag, wie es heißt “quartalsbedingt”, bei –2,9 Mio. Euro (Vorjahr: –0,6 Mio. Euro); das EBITDA von –9,5 Mio. Euro enthält 6,6 Mio. Euro Sonderaufwendungen für die planmäßige Stilllegung der Albert-Frankenthal GmbH.


Im Segment Special & New Technologies (S&T) gelang ein operativer Turnaround: Das operative EBITDA verbesserte sich auf 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: –8,1 Mio. Euro), der Umsatz wuchs um 24,1 % auf 134,0 Mio. Euro, der Auftragseingang stieg um 40,6 % auf 114,7 Mio. Euro. Auf den „Technology Days 2026″ präsentierte Koenig & Bauer die neue CI-Flexo-Demomaschine XD Pro sowie RotaJet-Anwendungen und demonstrierte die Integration von CI-Flexo und Digitaldruck zu End-to-End-Lösungen.

Anzeige

Das Segment Paper & Packaging Sheetfed Systems (P&P) verzeichnete beim Auftragseingang ebenfalls Zuwachs (+12,4 % auf 194,3 Mio. Euro). Umsatz (133,4 Mio. Euro) und operatives EBITDA (–8,4 Mio. Euro) standen unter dem Einfluss des niedrigeren Vorjahres-Orderniveaus sowie des Investitions- und Preisdrucks in Europa. Positive Impulse kamen laut Koenig & Bauer vom VariJet 106 Executive Summit in Radebeul sowie vom Messeerfolg auf der ExpoPrint in São Paulo, wo mehrere Rapida-Bogenoffsetmaschinen an Neu- und Bestandskunden in Brasilien und Nachbarländern verkauft wurden.

Kein Verkauf der Coding-Sparte

Die strategische Überprüfung der Koenig & Bauer Coding GmbH ist abgeschlossen: Das Unternehmen wird das Coding-Geschäft in Eigenregie weiterführen, statt es zu veräußern. Als Begründung nennt Koenig & Bauer die Wachstumsperspektiven des Marktes, unter anderem durch die GS1-2D-Migration (Ziel: 2027) und den Digitalen Produktpass (schrittweise Einführung ab 2027). Strategische Kooperationen zur Potenzialentfaltung sollen geprüft werden. Im Rahmen der Strategie „IMPACT” schreitet zudem die KI-Transformation voran; CFO Dr. Alexander Blum stellte das „Koenig & Bauer AI Champion”-Modell und „Agentic AI@K&B” auf externen Veranstaltungen vor.