Typografie und KI-Design

Monotype-Schriften direkt in Kittl nutzen

Die Integration verbindet die zentral verwalteten Schriftbibliotheken von Monotype mit der browserbasierten Designplattform von Kittl.(Bild: Monotype)

Monotype und Kittl erweitern ihre Zusammenarbeit. Unternehmen können ihre freigegebenen Schriftbibliotheken künftig direkt im browserbasierten Kittl-Editor nutzen. Damit sollen Markenvorgaben, Schriftverwaltung und kreative Arbeit besser miteinander verbunden werden.

Monotype und Kittl bauen ihre seit 2024 bestehende Partnerschaft aus. Künftig können Kunden von Monotype ihre unternehmenseigenen Schriftbibliotheken und Abonnement-Schriften direkt im browserbasierten Editor von Kittl verwenden. Die Schriften müssen dafür nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen ausgetauscht werden.

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Die Integration richtet sich vor allem an Unternehmen mit dezentralen Kreativteams. Freigegebene Schriften stehen direkt im Design-Workflow zur Verfügung und können dort für verschiedene Projekte eingesetzt werden. Nutzer können Unternehmensschriften in Artboards verwenden, mit Texteffekten kombinieren oder in KI-generierte Szenen und Bilder integrieren. Auch der Austausch von Schriften innerhalb eines Projekts ist möglich.

Hintergrund ist der steigende Aufwand bei der Verwaltung von Unternehmensschriften. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Teams mit den richtigen Versionen arbeiten und nur freigegebene und lizenzierte Schriften verwenden. Gleichzeitig entstehen Markeninhalte zunehmend über browserbasierte und KI-gestützte Designwerkzeuge.

Eine Untersuchung von Monotype aus dem Jahr 2025 zeigt den Stellenwert des Themas: 82 Prozent der befragten Kreativteams sehen das Schriftmanagement als geschäftskritisch an. 42 Prozent haben Probleme mit der Versionsverwaltung ihrer Schriften. 85 Prozent wollen ihre kreativen Arbeitsabläufe vereinfachen. Als mögliche Ansatzpunkte nennt die Untersuchung unter anderem ein besseres Asset Management, klarere Markenrichtlinien sowie effizientere Prozesse für Lizenzen und Compliance.

„KI macht Gestaltung im Überfluss möglich – und Identität zur knappen Ressource. Eine Marke bleibt nur dann erkennbar, wenn sie direkt im Werkzeug verankert ist – beginnend mit ihrer Typografie. Geschwindigkeit, Kreativität und Markenkonsistenz müssen kein Widerspruch mehr sein“, sagt Nicolas Heymann, CEO und Mitgründer von Kittl.

Mit der direkten Verbindung der Schriftbibliotheken sollen Kreativteams von Beginn an mit den vorgesehenen Schriften arbeiten können. Gleichzeitig soll das Risiko sinken, dass veraltete oder nicht freigegebene Schriften in Projekte gelangen. Die Zusammenarbeit von Monotype und Kittl umfasst damit neben der Bereitstellung einzelner Schriften nun auch die Einbindung zentral verwalteter Schriftbibliotheken in Unternehmens-Workflows.

„Brand Governance funktioniert am besten, wenn sie fester Bestandteil des kreativen Workflows ist“, sagt Kristin Ratzlaff, VP Global Agencies & Partnerships bei Monotype. „Indem wir die Schriftbibliotheken unserer Kunden direkt mit Kittl verbinden, stehen freigegebene Schriften genau dort zur Verfügung, wo Designentscheidungen getroffen werden – ohne die kreative Freiheit einzuschränken.“