Produkt: Deutscher Drucker 7/2019
Deutscher Drucker 7/2019
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Beide Unternehmen führen ihr Geschäft getrennt und unabhängig fort

Heidelberg: Kartellamt verbietet MBO-Übernahme

Das Bundeskartellamt hat heute die Entscheidung bekanntgegeben, die geplante Übernahme der MBO Gruppe durch die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) zu untersagen.(Bild: MBO)

Die geplante Übernahme der MBO Gruppe durch die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist geplatzt. Das Bundeskartellamt hat den Deal untersagt. Aufgrund der Entscheidung kann die Übernahme nicht vollzogen werden. Das gab die Heidelberger Druckmaschinen AG am 7. Mai 2019 in einer Medienmitteilung bekannt.

„Wir nehmen die Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis und gehen unseren Weg, auch wenn wir auf die künftige Marktstellung des kombinierten Unternehmens eine andere Sicht haben“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende von Heidelberg, Rainer Hundsdörfer, den Beschluss. Beide Unternehmen seien weiterhin davon überzeugt, dass die Integration des Angebots von MBO den Kundennutzen hinsichtlich eines reibungslosen industriellen Prozesses in der digitalen Zukunft erhöht hätte, wie es weiter heißt.

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Nach der Entscheidung führen beide Unternehmen ihr Geschäft wie auch bisher getrennt und unabhängig fort. Heidelberg hatte bereits im Oktober 2018 die Öffentlichkeit darüber informiert, die MBO Gruppe übernehmen zu wollen und einen Vertrag mit der Eigentümerfamilie abgeschlossen. Im Anschluss wurde dieser zur Freigabe beim Bundeskartellamt angemeldet und befand sich seither in der Prüfung.

Auch ohne die Übernahme der MBO Gruppe wolle Heidelberg an seiner Strategie festhalten, das Postpress-Portfolio weiter Richtung industrieller Weiterverarbeitung fortzuentwickeln. Dazu gehören die Positionierung der Falzmaschinen der Stahlfolder-TH / KH-Serien und hier speziell die patentierten Maschinen der High-Performance-P-Klasse.

Zudem investiert das Unternehmen produktübergreifend auch in neue Wege zu einer verbesserten Transparenz in der Produktionssteuerung der Weiterverarbeitung. Parallel werden neue Geschäftsmodelle auf die Wachstumssegmente Digital und Verpackung ausgerichtet, sowie neue Kundengruppen für das gesamte Produktportfolio erschlossen. Das gilt insbesondere auch für die Segmente der digitalen Weiterverarbeitung und der Weiterverarbeitung von Faltschachteln und zugehöriger Inserts/Outserts im Pharmabereich.

Dies unterstreicht auch die im März über eine Kapitalmaßnahme ausgebaute Kooperation mit dem chinesischen Weiterverarbeitungsspezialisten Masterwork Group, mit der weitere Potenziale im wachsenden Verpackungsmarkt erschlossen werden sollen.

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