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Manteltarif bis 30.4. 2021 wieder in Kraft gesetzt

Verdi und BVDM erreichen Tarifabschluss für die Druckindustrie

Ergebnis erzielt in der der achten Verhandlungsrunde: Die Vertreter von gewerkschaft und arbeitgeberverband, Frank Werneke (Verdi) und Sönke Boyens (BVDM).
Ergebnis erzielt in der der achten Verhandlungsrunde: Die Vertreter von Gewerkschaft und Arbeitgeberverband, Frank Werneke (Verdi) und Sönke Boyens (BVDM).(Bild: Verdi/BVDM)

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) sowie die Gewerkschaft Verdi am 3. Mai 2019 in Frankfurt gegen 5 Uhr früh auf ein neues Lohnabkommen für die 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie geeinigt. Die vom BVDM angestrebte Reform des Manteltarifvertrages ist jedoch nicht gelungen.

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Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen in drei Schritten an: um 2,4 Prozent rückwirkend zum 1. Mai 2019 sowie um weitere 2,0 Prozent ab 1. Juni 2020 und weitere 1,0 Prozent ab 1. Mai 2021. Die Laufzeit des Lohnabkommens – gerechnet ab dem 1. September 2018 – beträgt 36 Monate und ist damit erstmals zum 31. August 2021 kündbar.

Vereinbart wurde weiterhin eine bindende Verpflichtung, den Manteltarifvertrag (MTV) bis zum 30. April 2021 unter Friedenspflicht neu zu verhandeln. Dafür wurde der bestehende MTV auf zwei Jahre befristet wieder in Kraft gesetzt. Die Verhandlungen darüber sind laut Verdi ergebnisoffen.

 

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. und welche Druckerei bezahlt diese Lohnerhöhung?

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    1. keine, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht

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    2. das habe ich mich auch gerade gefragt

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    3. Keine. Die Meisten weil sie es nicht können,
      die Anderen weil sie es nicht wollen.
      Die Einzigen die an der Sache etwas verdienen sind diejenigen welche darüber verhandeln.

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  2. Meistens wird nur in Betrieben gezahlt, die eine in der Gewerkschaft gut organisierte Belegschaft haben, die für den Erhalt und die Verbesserung der tariflichen Arbeitsbedingungen kämpft. Ein konsequenter Betriebsrat soll auch hilfreich sein! Arbeitgeber zahlen in der Regel nur soviel, wie sie müssen und drehen immer weiter an der Dumpingspirale, wenn es geht. Oder habe ich die kapitalistische Marktwirtschaft falsch verstanden?

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  3. Die Beschäftigten einer Branche, die sich auf Kosten der Mitarbeiter in die Insolvenz konkurriert brauchen sich nicht darüber zu wundern, dass es Lohnerhöhungen nur noch für Belegschaften gibt, die sich das als Gewerkschafter mit Streiks hart erkämpfen.

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  4. Warum sollte die geringe Lohnerhöhung denn nicht bezahlt werden?
    Aus Prinzip? Aus Trotz? Um zu zeigen, wer Herr im Haus ist? Aus Missachtung gegenüber den Beschäftigten?
    Was soll diese unwürdige Haltung eigentlich?

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  5. Bei uns wird jede Lohnerhöhung gezahlt und das nun schon seit uber 30 Jahren. Und ich arbeite nicht in einem Preisdumper Betrieb, sondern in einem seriös wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen, dass sich seltsamerweise trotz alledem am Markt behauptet. Und uns herum gehen alle tariflosen Druckereien in die Insolvenz und viele Kunden, die uns einmal aus Kostengründen verlassen haben, sind mittlerweile wieder da. Weil ihr Billigheimer pleite ist. Gerechte Entlohnung für motivierte und engagierte Mitarbeiter können auch erfolgreich sein

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  6. Das ist ein sehr maßvoller Abschluss. Wenn man die Insolvenzritter unserer Branche aus dem Verkehr ziehen könnte, sollte das für die Arbeitgeber leistbar sein. Meine Miete ist in den letzten 4 Jahren um 11 % gestiegen und ich habe keinen Nachlass gekriegt, weil sich mein Arbeitgeber diese Lohnerhöhung nicht leisten könnte…

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