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Wunderbares aus Wellpappe

Einwegverpackungen für den Versandhandel: Cool and Freeze liefert gefrorene, gekühlte und nicht gekühlte Lebensmittel im Paket. (Bild: Deutscher Verpackungspreis)


Der Papiermarkt ist in Bewegung, tendiert weg von grafischen Papieren hin zu Verpackungsmaterialien. Und daraus lässt sich Vielfältiges entwickeln, wie ein Streifzug durch die Welt des Wellkartons belegt. Deutscher Drucker zeigt innovative und interessante Lösungen – unter anderem von der zurückliegenden Fachpack in Nürnberg, der Europäischen Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik, in einer Bildergalerie.

 

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Eine sichere Lösung für den Lebensmittelversand ist Cool and Freeze, der Verpackungsspezialist Thimm hat sie für Coop entwickelt und auf der Fachpack präsentiert. Damit lassen sich gefrorene, gekühlte und nicht gekühlte Lebensmittel gemeinsam transportieren. Die Isolierung stellt eine Matte aus Naturfasern im PE-Beutel sicher. Der Kunststoffanteil liegt bei max. zehn Prozent, der Rest besteht aus Wellpappe und ist als Altpapier recycelbar. (Bild: Deutscher Verpackungspreis)
Dass Wellpappe im Transport mehr kann als „nur“ verpacken, demonstrierte Schumacher Packaging auf der Fachpack mit der Produktserie Cargoprofil. Das Material ist ein Papierhohlprofil aus gewickeltem Wellpappen-Rohpapier, das aus Papiernebenbahnen gewonnen wird. Daraus fertigt das Unternehmen Abdeckrahmen und Transportpaletten, die leicht seien wie Papier, aber ebenso belastbar und stabil wie herkömmliche Holzpaletten. Auf Wunsch werden die Paletten und Abdeckrahmen auch individuell und farbig bedruckt.
Smurfit Kappa zeigte auf der Fachpack zum Beispiel einen Adventskalender für Gewürze. Seine Form ist einer runden Gewürzdose nachempfunden, die aus einer Faltschachtelhülse mit 24 eingestanzten Türchen gefertigt ist. Das Innenleben besteht aus einer Wellpappenkonstruktion, welche die 24 Gewürzdöschen trägt und trennt.
Thimm Verpackung inszeniert mit Wellpappe eine Backmischung von Sanella als Kuchenstück – aneinandergelegt ergeben diese im Laden einen kompletten Kuchen, jede Lage wird durch eine Unterlegscheibe fixiert. Die Ware trägt sich selbst und wird zum aufmerksamkeitsstarken Display, das am Point of Sale eine jüngere Zielgruppe ansprechen soll. (Bild: Deutscher Verpackungspreis)
Ein echter Hingucker ist auch das „Keks’n Cream“-Display, das Panther Packaging für Bahlsen in Form einer Keksverpackung konstruiert hat. In Form und Design ans Produkt angepasst, wirkt das Display am Point of Sale wie ein Leuchtturm. (Bild: Innovationspreis Wellpappe)
Das Thema Leuchtturm hat auch die Model AG für die Marke Fisherman’s Friend aufgegriffen, wo mehr Bezug zum Meer besteht. Ein Leuchtturm aus Wellpappe offeriert rundum an etlichen Öffnungen die kleinen Tütchen mit den geschmacksstarken Bonbons. Auf der „Aussichtsplattform“ werden einzelne Portionen als Probe angeboten. Das platzsparende Display dient gleichzeitig als Transportverpackung.
An einer kompletten Einrichtungskollektion aus dem leichten und faltbaren Material, das manche Umzugsplackerei ersparen soll, arbeitet derzeit das Berliner Unternehmen Room in a Box. Bett, Schreibtisch und Hocker sind bereits auf Roominabox.de bestellbar.
Richtiges Wohnen innerhalb von Wellpappe ermöglicht erst das sogenannte Wikkelhouse, das die niederländische Fiction Factory entwickelt hat und inzwischen vertreibt. Seine Außenhülle besteht – wie der Name schon sagt – aus 24 gewickelten und miteinander verklebten Wellpappenschichten. Diese Dämmschicht wiederum ist ummantelt mit einer atmungsaktiven, wasserabweisenden Folie und Holzpaneelen an der Außenseite sowie einer Holzverkleidung im Inneren. Das Foto zeigt die Wickelmaschine von "Wikkelhouse".Wikkelhouse: Wikkelmachine. (Bild: Yvonne Witte/Fiction Factory)
Vom Eckingen ins Runde: Mit dem neuen Material Arcwise von Brohl Wellpappe sind auch runde Gestaltungen möglich, wie beim Heineken Coolbag. (Bild: Deutscher Verpackungspreis)
Dass ein großer digitaler Player auf das Material Wellpappe zurückgreift, um aus Gamern wieder Bastler zu machen, das überrascht. Die Rede ist von Nintendo Labo – einer Kombination aus Nintendos Switch-Konsole und vorgestanzten Bastelsets aus Wellpappe. Daraus lässt sich Pappspielzeug fertigen, die sogenannten Toy-Cons.

 

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