Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten

Decor Druck Leipzig stellt sich mittels Insolvenzplan neu auf

Der Rechtsanwalt und Sanierungsspezialist Christian Krönert (Kanzlei Schultze & Braun) wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bei DDL bestellt.
Der Rechtsanwalt und Sanierungsspezialist Christian Krönert (Kanzlei Schultze & Braun) wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bei DDL bestellt.(Bild: Schultze & Braun)

Der Oberflächenspezialist Decor Druck Leipzig GmbH (DDL) soll im Rahmen eines Insolvenzplans saniert werden. Dies gab der Insolvenzverwalter Christian Krönert von der Kanzlei Schultze & Braun bekannt. Man habe die Verhandlungen mit Investoren über eine Übernahme des Unternehmens finalisiert, heißt es in der entsprechenden Unternehmensmitteilung. Dabei soll ein Großteil der Arbeitsplätze erhalten bleiben. 

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Decor Druck Leipzig war nach Angaben der Kanzlei aufgrund des Wegfalls des Russland-Geschäfts seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen in wirtschaftliche Schieflage geraten. Dieses Geschäft sei historisch bedingt ein wichtiger Umsatzbringer für DDL gewesen. Zwar konnte das Unternehmen Kunden in anderen Ländern akquirieren, die Umsatzrückgänge dadurch jedoch nicht adäquat ausgleichen. Darüber hinaus hätten die Krise in der Bau- und Immobilienbranche sowie die gestiegenen Preise für Material und Energie zu zusätzlichen Kostenbelastungen geführt, die nur teilweise an Kunden weitergegeben oder durch Neugeschäft ausgeglichen werden. Nun zeichnet sich eine Übernahmelösung ab.

„Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, so eine gute Lösung für Decor Druck Leipzig zu erzielen“, sagt Insolvenzverwalter Christian Krönert von Schultze & Braun. „Mit der Einigung über die Investorenvereinbarung und den angestrebten Insolvenzplan steht der Übernahme und Sanierung nun praktisch nichts mehr im Wege.“

Ziel der Sanierung sei, dass DDL auch weiterhin mit seiner Kompetenz in der Herstellung hochwertiger Dekorfolien für Möbel, Paneele, Türen und Leisten am Markt aktiv sein und darüber hinaus auch wachsen könne. DDL soll mittels eines Insolvenzplans saniert werden. Dabei handelt es sich um eine Art gerichtlichen Gesamtvergleich mit den Gläubigern, um das Unternehmen wieder auf eine wirtschaftlich tragfähige Basis zu stellen und seine Fortführung dauerhaft zu sichern. Der Insolvenzplan soll noch im August beim Amtsgericht Leipzig eingereicht werden. Eine Zustimmung der Gläubiger sei wahrscheinlich.

 

Großteil der Mitarbeitenden wird übernommen

Die rund 50 Mitarbeitenden werden von den Investoren bis auf eine geringe Anzahl Beschäftigter übernommen. Für die betroffenen Personen sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. „Wir sind dankbar für das Herzblut und die enorme Kompetenz, mit der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch über diese herausfordernde Phase hinaus immer für Decor Druck Leipzig da waren“, sagt Geschäftsführer Werner Stockhausen. „Leider ist es im Rahmen der wirtschaftlichen Neuaufstellung unumgänglich, dass wir uns von einigen trennen müssen. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen und wir tun alles daran, den Austritt so rücksichtsvoll wie möglich zu gestalten.

 

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