Geschäftsklima der Druckindustrie trübt sich im Juli leicht ein
von Redaktion,
Der Geschäftsklimaindex der deutschen Druck- und Medienindustrie ist im Juli 2026 leicht gesunken. Während die aktuelle Geschäftslage stabil blieb, blicken viele Unternehmen skeptischer auf die kommenden Monate.(Bild: BVDM)
Die Stimmung in der deutschen Druck- und Medienindustrie hat sich im Juli 2026 leicht verschlechtert. Während die aktuelle Geschäftslage weitgehend stabil blieb, blicken die Unternehmen deutlich skeptischer auf die kommenden Monate. Auch die Kapazitätsauslastung liegt auf einem niedrigen Niveau.
Der Geschäftsklimaindex der deutschen Druck- und Medienindustrie ist im Juli 2026 leicht gesunken. Nach Angaben des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) ging der saisonbereinigte Index gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent auf 87,8 Punkte zurück. Damit lag er zugleich 2,0 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.
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Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage blieb gegenüber Juni nahezu unverändert. Der entsprechende Index lag bei 90,3 Punkten und damit 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Sieben Prozent der befragten Unternehmen bewerteten ihre Lage als gut, 68 Prozent als befriedigend und 25 Prozent als schlecht.
Weniger positiv fällt der Blick auf die kommenden sechs Monate aus. Der Index der Geschäftserwartungen sank gegenüber dem Vormonat um 2,9 Prozent auf 85,3 Punkte und lag damit 7,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nur sieben Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, während 33 Prozent eine Verschlechterung erwarten. Die Mehrheit von 60 Prozent geht von einer unveränderten Entwicklung aus.
Auch beim Auftragsbestand zeigt sich die Lage angespannt. 38 Prozent der Unternehmen bewerten ihn als schlecht, 55 Prozent als befriedigend und nur sieben Prozent als gut. Die Kapazitätsauslastung lag im Juli bei 71,8 Prozent und damit drei Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im April 2020 während der Corona-Pandemie.
Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe meldet Produktionsbehinderungen. Als häufigste Ursache nennen 46 Prozent einen Mangel an Aufträgen. Auf Platz zwei folgt der Fachkräftemangel mit 23 Prozent der Nennungen. Insgesamt deutet die aktuelle Konjunkturumfrage damit auf eine weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage in der deutschen Druck- und Medienindustrie hin.