Redaktionssysteme

InterRed bringt redaktionelle Workflows mit KI direkt ins CMS

Dr. Volker Zota, Chefredakteur bei heise online. (Bild: heise medien)

Mit InterfaceAI stellt InterRed eine neue Systemebene für Redaktionen vor. Statt KI nur für einzelne Aufgaben zu nutzen, sollen komplette redaktionelle Abläufe direkt im CMS automatisiert werden. Erste Erfahrungen sammelt bereits heise online mit einem integrierten Faktencheck.

Viele Redaktionen nutzen heute bereits Künstliche Intelligenz für einzelne Aufgaben wie das Erstellen von Überschriften oder Zusammenfassungen. Zahlreiche Arbeitsschritte bleiben jedoch weiterhin manuell. Dazu gehören etwa die Strukturierung von Inhalten, die Pflege von Metadaten, die Formatierung von Texten oder die Prüfung von Fakten.

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Mit InterfaceAI hat InterRed nun eine neue Lösung vorgestellt, die diese Prozesse direkt im Content-Management-System abbilden soll. Ziel ist es, nicht nur einzelne KI-Funktionen bereitzustellen, sondern komplette redaktionelle Arbeitsabläufe zu automatisieren.

Redaktionen können dabei ihre eigenen Regeln, Qualitätsstandards und Prozesse im System hinterlegen. Die Automatisierungen reichen von einfachen Aufgaben wie der Aufbereitung von Rohtexten bis hin zu mehrstufigen Abläufen wie dem Faktencheck. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich solche Prozesse auch ohne umfangreiche Entwicklungsarbeit definieren.

Ein erster Anwender ist heise online. Die Redaktion hat mit „NextWriter“ ein Werkzeug entwickelt, das auf InterfaceAI basiert und direkt in das Redaktionssystem integriert ist. Besonders beim Faktencheck kommt die Lösung bereits zum Einsatz. Das System prüft Aussagen anhand interner Quellen, berücksichtigt festgelegte Schreibweisen und redaktionelle Vorgaben und weist auf mögliche Fehler, fehlende Quellen oder Inkonsistenzen hin. Die Hinweise werden direkt im Editor angezeigt.

„NextWriter ist kein KI-Feature, sondern unser redaktioneller Prozess im System, und das macht einen grundlegenden Unterschied zu allem, was wir bisher mit KI-Tools ausprobiert haben“, sagt Dr. Volker Zota, Chefredakteur bei heise online. „InterfaceAI bildet die Grundlage, um unsere redaktionellen Workflows sicher und skalierbar weiterzuentwickeln und so die eigene Arbeitslogik in InterRed zu verankern.“

Nach Angaben von InterRed können Redaktionen ihre Abläufe selbst definieren und steuern, welche Aktionen eine KI innerhalb des Systems ausführen darf. Gleichzeitig sollen Nutzer jederzeit in die Prozesse eingreifen und Ergebnisse anpassen können. Damit versteht das Unternehmen KI nicht als Ersatz für redaktionelle Arbeit, sondern als festen Bestandteil bestehender Workflows.


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