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Preisdruck am Markt nimmt offenbar zu

Koenig & Bauer: Mehr Umsatz, weniger Neuaufträge

Koenig & Bauer setzt bei seiner "Wachstumsoffensive 2023" auf Produkte wie die neue kompakte CI-Flexodruckmaschine Evo XC, die jetzt zur Messe "K" vorgestellt worden war.(Bild: Koenig & Bauer)

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer liegt nach drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres bei Auftragseingang und Auftragsbestand deutlich unter den Vorjahreszahlen. In den ersten drei Quartalen 2019 konnte im Konzern ein Auftragseingang von 843,0 Mio. Euro erreicht werden. Der Vorjahreswert von 943,2 Mio. Euro sei, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt, durch einen Großauftrag im Wertpapierdruck begünstigt gewesen, „der in dieser Dimension nicht üblich ist.“

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Unter anderem durch „den höheren Preisdruck von Seiten einiger Wettbewerber“ sei das Marktumfeld für Koenig & Bauer erheblich anspruchsvoller geworden, heißt es weiter. Während Koenig & Bauer „strikte Preisdisziplin“ verfolge, wird konkurrierenden Maschinenanbietern vorgeworfen „massive Zugeständnisse“ zu machen. Dies habe zu schwächeren Auftragseingängen im dritten Quartal 2019 insbesondere im Segment der Bogenoffset-Druckmaschinen geführt.

Mit Erlösen von 292,2 Mio. € im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz leicht gegenüber dem Vorjahr (788,8 Mio. Euro) auf 798,2 Mio. Euro. Das bisher im 2019 erzielte Konzern-EBIT von 5,2 Mio. Euro liegt deutlich unter dem Wert von 2018 (28,6 Mio. Euro). Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann: „Neben dem rückläufigen Servicegeschäft im Zeitungsdruck haben unerwartete Projektaufwendungen für den Wertpapier-Großauftrag, ungeplante Qualitätskosten und negative Mixeffekte das Ergebnis belastet.“

Ein weiterer „signifikanter Sondereffekt“, so Koenig & Bauer, war eine Zahlung von 30 Mio. Schweizer Franken an die Schweizer Bundesanwaltschaft nach einer Selbstanzeige der Tochterfirma KBA-Notasys, einer auf die Drucktechnik von Banknoten spezialisierte Firma. Damit wurden Gewinne aus Geschäften zurückgezahlt, die unter Korruptionsverdacht stehen. Koenig & Bauer spricht in seiner Pressemitteilung von „Defiziten in der Korruptionsprävention“.

Auf Grund der schwachen Auftragsentwicklung stellt CEO Claus Bolza-Schünemann fest, dass „die Erreichung unserer Jahresziele 2019 – organischer Umsatzanstieg im Konzern von rund 4 % und eine EBIT-Marge von rund 6 % – ist in diesem anspruchsvolleren Marktumfeld mit schwächeren Auftragseingängen im dritten Quartal deutlich herausfordernder geworden“ sei. Bei aktuell hoher Kapazitätsauslastung setze die Zielerreichung die planmäßige Auftragsabwicklung, die Gewinnung der noch erwarteten Aufträge und die zeitgerechte Wirkung eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen voraus.

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