Investition im Akzidenz-, Buch- und Verpackungsdruck
Niederländische Druckerei De Groot Drukkerij erhöht Produktivität durch starke Automatisierung
von Redaktion,
Geschäftsführer Anton de Groot: „Wir sind sehr glücklich mit der Technik und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Koenig & Bauer sowie Wifac hier vor Ort.“(Bild: Koenig & Bauer)
Die De Groot Drukkerij hat ihre Produktion deutlich modernisiert und setzt dabei konsequent auf Automatisierung. Neue Drucktechnik sorgt für höhere Leistung, kürzere Rüstzeiten und mehr Flexibilität im Auftragsmix. Gleichzeitig spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle im Betrieb.
Die niederländische De Groot Drukkerij hat in den vergangenen Jahren ihre Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut. Ziel ist es, den steigenden Preisdruck im Markt sowie kürzere Lieferzeiten besser zu bewältigen. Dabei setzt das Familienunternehmen mit rund 115 Mitarbeitenden stark auf automatisierte Prozesse und moderne Drucktechnik von Koenig & Bauer.
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Im Mittelpunkt steht eine neue Rapida 106 X, die hohe Druckgeschwindigkeiten von bis zu 20.000 Bogen pro Stunde im Schön- und Widerdruck erreicht. Die Maschine ergänzt den bestehenden Maschinenpark, zu dem auch eine Rapida 145 sowie weitere Rapida 106 Systeme gehören. Nach Angaben des Unternehmens kann eine moderne Achtfarbenmaschine dabei zwei ältere Anlagen ersetzen.
„Eine Achtfarben-Rapida 106 kann zwei ältere Maschinen ersetzen“, ordnet Geschäftsführer Anton de Groot die Leistungsfähigkeit der Technik ein. „Angesichts sinkender Auflagen und des wachsenden Preisdrucks ist Rüstzeiteffizienz für uns ein klarer Wettbewerbsvorteil. Zudem ist es heute mühsam, das richtige Personal zu finden. Deshalb ist es extrem wichtig, mit hochgradig automatisierter Drucktechnik zu arbeiten, die für die Bediener verständlich und sicher zu handhaben ist.“
Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Anlage ist die Reduzierung von Rüstzeiten. Dazu gehören automatisierte Systeme für die Bogenausrichtung, den Druckplattenwechsel sowie die Reinigung der Maschine. Auch die Farbmessung und Qualitätskontrolle sind weitgehend automatisiert. Dadurch sollen Jobwechsel schneller und mit weniger manuellem Aufwand möglich sein.
Neben der Effizienz spielt auch die Flexibilität eine wichtige Rolle. Die Produktion ist sowohl auf Akzidenz- und Buchdruck als auch auf Verpackungsdruck ausgerichtet. Ein technisches Paket für Kartonagen sorgt dafür, dass sowohl dünne Papiere als auch stärkere Materialien stabil verarbeitet werden können. Auch die Logistik im Betrieb wurde angepasst, um den Materialfluss zu verbessern.
„Wir haben bei der Folgeinvestition sehr genau darauf geachtet, womit die nächste Maschine ausgestattet werden muss, um sie noch leistungsfähiger zu machen“, erläutert Anton de Groot. „Dass wir die Maschine wieder höher gesetzt haben, bietet uns eine deutlich bessere Zuverlässigkeit und Flexibilität. Damit können wir hochprofitabel zwischen komplexen Verpackungsaufträgen und hochwertigem Akzidenzdruck wechseln.“
Im Großformatdruck verfügt das Unternehmen über eine besondere Stellung im niederländischen Markt. Auf der Rapida 145 werden unter anderem großformatige Druckprodukte wie Displays, Poster und Bücher produziert. Dort wurde laut Unternehmen auch ein interner Rekord erreicht: In sieben Stunden konnten 121 Druckjobs mit Wechselzeiten von unter drei Minuten abgearbeitet werden.
Auch Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Produktion. Die Maschinen arbeiten unter anderem mit reduziertem Alkoholeinsatz, energieoptimierter Kühlung und moderner Trocknungstechnik. Zusätzlich nutzt das Unternehmen vollständig Ökostrom, setzt auf elektrische Mobilität und baut eigene erneuerbare Energiequellen weiter aus.
Zur Sicherung der Druckqualität kommen Mess- und Regelsysteme zum Einsatz, die Farbgenauigkeit und Produktionsdaten laufend überwachen. Die Steuerung und Auswertung erfolgt über ein zentrales System, das auch Leistungskennzahlen in Echtzeit bereitstellt.
„Eine Druckmaschine kauft man nicht für ein, zwei oder drei Jahre. Deshalb ist eine langfristige Partnerschaft mit den Lieferanten so entscheidend“, fasst Anton de Groot abschließend zusammen. „Koenig & Bauer nimmt die Erfahrungen von uns Druckern aktiv mit in die eigene Weiterentwicklung auf, um die Maschinen noch besser zu machen. Eigentlich werden diese Maschinen nie müde. Wir sind sehr glücklich mit der Technik und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Koenig & Bauer sowie der Wifac hier vor Ort.“