Digitaldruck

Ricoh erweitert Einsatzmöglichkeiten des Bogendrucksystems Pro C9500

Die Ricoh Pro C9500 ist derzeit das einzige digitale Toner-Bogendrucksystem auf dem Markt, das eine derart erweiterte Substratvielfalt ermöglicht.(Bild: Ricoh)

Mit RICOH MediaMax lässt sich das digitale Bogendrucksystem Pro C9500 für stärkere Medien und neue Anwendungen einsetzen. Erste Anwender nutzen die Technik unter anderem für Karten, Verpackungen und POS-Materialien und berichten von kürzeren Produktionswegen und weniger Abfall.

Ricoh erweitert mit RICOH MediaMax die Einsatzmöglichkeiten seines digitalen Bogendrucksystems Pro C9500. Die optionale Technologie ermöglicht den Druck auf ausgewählten, von Ricoh zertifizierten Medien mit Materialstärken von bis zu 800 Mikrometern und Grammaturen bis 600 g/m². Damit sollen sich auch Anwendungen umsetzen lassen, die bisher auf anderen Produktionswegen hergestellt wurden.

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Zum Einsatz kommt die Technologie unter anderem bei Geschenk- und Visitenkarten, POS-Displays, Kleinauflagen von Verpackungen, Premium-Mailings und Buchdecken. Ricoh hat die Entwicklung gemeinsam mit Papierherstellern, Produktentwicklern, Weiterverarbeitern und Endkunden vorangetrieben. Ziel war es, neue Produktionswege zu entwickeln und zugleich Alternativen zu Einweg-Plastikkarten zu schaffen.

Welche Auswirkungen das in der Praxis haben kann, zeigt das Beispiel des irischen Kartenherstellers Green Gift Cards. Gründer und Geschäftsführer Graham Lycett sagt: „RICOH MediaMax hat unsere Kartenproduktion grundlegend verändert. Durch die Möglichkeit, Druckbild und variable Daten in einem einzigen Druckdurchgang zu produzieren, konnten wir einen kompletten Produktionsschritt eliminieren, der zuvor eine separate Drucklinie erforderte.“ Durch den Single-Pass-Workflow habe das Unternehmen Durchlaufzeiten und Makulatur reduziert. Nach Angaben von Green Gift Cards sank der CO₂-Fußabdruck bei der Herstellung einer Karte von rund 50 auf weniger als fünf Gramm.

Auch andere Anwender setzen die Technik für Kartenproduktionen ein. ADC Plasticard aus Irland konnte nach eigenen Angaben Abfälle durch den Wegfall der Offline-Klebung reduzieren und die Produktion effizienter gestalten. Cards Unlimited aus den Niederlanden verlagerte Aufträge vom Offsetdruck auf die Pro C9500 und erweiterte damit sein Angebot an Kartonkarten.

Der britische Direktwerbespezialist Latcham produziert inzwischen rund 150.000 Kartonkarten pro Monat. Ein großer Teil der Aufträge wurde nach Unternehmensangaben von PVC auf Karton umgestellt. Dadurch konnte der CO₂-Fußabdruck um 91 Prozent gesenkt werden. Tag Systems, ein Unternehmen der Austriacard Holdings, nutzt die Möglichkeit, sowohl PVC als auch Karton zu bedrucken, und setzt die Technik insbesondere für kleinere Auflagen ein.

„RICOH MediaMax öffnet die Tür zu neuen Erzeugnissen, die bis dato im reinen Digitaldruck nicht möglich waren“, erklärt Erwin Busselot, Director Business Innovation & Solutions, Graphic Communications Group, Ricoh Europe. „Unsere einzigartige Technologie ermöglicht es Kunden, hoch individualisierte Kleinauflagen mit hohem Mehrwert und attraktiven Margen zu produzieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Entwicklungsteams, Partnern und Pilotkunden bringen wir im Rahmen unseres Co-Innovationsansatzes, dass wir HENKAKU nennen, fortlaufend neue Lösungen auf den Markt.“

RICOH MediaMax ist derzeit in der EMEA-Region für die Pro C9500 verfügbar. Bereits installierte Systeme können nachgerüstet werden.