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Benchmarking, autonomes Drucken und Predictive Service – Wie die Druckindustrie die Vernetzung der Produktion vorantreibt.
Ergebnisse einer im April vom BVDM und den Landesverbänden durchgeführten Branchenumfrage

BVDM: Corona-Pandemie bringt Druck- und Medienbetriebe in Gefahr

(Bild: BVDM)

Eines ist sicher: Das Coronavirus hat unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben massiv verändert. Welche Konsequenzen die Pandemie auf die deutsche Druck- und Medienindustrie hat, zeigen die Ergebnisse einer Branchenumfrage, die vom Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und seinen Landesverbänden vom 20. bis 26. April 2020 durchgeführt wurde.

Demnach sind 94 % der Unternehmen von Corona-bedingten Auftragsrückgängen/-stornierungen betroffen, 75 % sogar stark. Ein Drittel der Unternehmen rechnet im zweiten Quartal 2020 mit einer Halbierung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahresquartal. Weitere 37 % erwarten Umsatzverluste von 26 % bis 50 % – das verstärkt die Wucht der Situation. Kurzarbeitergeld und staatliche Soforthilfeprogramme waren bis zum Ende des Befragungszeitraumes die wichtigsten Krisenhelfer, während Kredite und Bürgschaften staatlicher Stellen bis dahin kaum in Anspruch genommen wurden. Der BVDM geht jedoch davon aus, dass der Bedarf an Krediten mit Andauern der Krise steigen wird. Denn schon jetzt zeigt die Umfrage, dass unter den aktuellen Umständen nur noch jedes fünfte Unternehmen seine Existenz bis maximal Ende Juni 2020 aufrechterhalten kann, weitere 24 % gaben an, bis in den Juli durchhalten zu können. Damit würde sich die Anzahl der Betriebe im Sommer im schlimmsten Fall nahezu halbieren.

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Dementsprechend mahnt der Verband an, die Bearbeitungszeiten für staatliche Hilfen deutlich zu verkürzen. Gleichzeitig gelte es, das bundesweite Zuschussprogramm auf Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern auszuweiten und außerdem eine Vereinheitlichung der staatlichen liquiditätsfördernden Direkthilfen zu gewährleisten, kritisiert Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des BVDM, die aktuelle Ausgestaltung des Hilfsangebotes.

„Viele Unternehmen sind bereits jetzt am Limit“, so Deimel, „wenn nun letzte mögliche Einsparpotenziale wie Verschiebung oder Streichung von Investitionen und Personalabbau ausgeschöpft werden müssen, droht die Gefahr, dass sich die Branche auszehrt. Für unsere systemrelevanten Betriebe, ohne die weder Waren in Verkehr kommen dürfen, noch wichtige Dienstleistungen erbracht werden können, müssen daher jetzt Maßnahmen greifen, die Unternehmen dazu befähigen, ihre Kunden nach deren Neustart ins Wirtschaftsleben angemessen zu bedienen. Sonst reißen ganze Lieferketten ab.“

Die Ergebnisse der Umfrage beruhen auf vollständig beantworteten Fragebögen von 653 Unternehmen der gesamten Branche. Davon beschäftigen rund 78 % weniger als 50 Mitarbeiter, weitere 18 % sind mittelständisch. Damit trägt die Stichprobe der KMU-Struktur der Branche Rechnung. Rund 68 % der teilnehmenden Unternehmen sind überwiegend im Werbe- und Akzidenzdruckbereich tätig.

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