Asset-Deal erweitert Portfolio im Digitaldruck Direct-to-Shape
Hinterkopf übernimmt Technologie von Velox Pure Digital
von Redaktion,
Das vierköpfige Geschäftsleitungsteam der Hinterkopf GmbH hat die Entscheidung für den Asset-Deal mit Velox Pure Digital gemeinsam getroffen.(Bild: Hinterkopf GmbH)
Die Hinterkopf GmbH hat im Rahmen eines Asset-Deals Technologie und Know-how des insolventen Wettbewerbers Velox Pure Digital Ltd. übernommen. Damit baut der Maschinenbauer sein Angebot im Bereich Digitaldruck Direct-to-Shape aus. Künftig will das Unternehmen mit drei unterschiedlichen Maschinen-Baureihen auf die verschiedenen Anforderungen der Verpackungsbranche eingehen – vom kleinen Losgrößen-Betrieb bis zur Hochgeschwindigkeitsproduktion.
Die Hinterkopf GmbH hat einen Asset-Deal mit dem Insolvenzverwalter der Velox Pure Digital Ltd. abgeschlossen. Übernommen werden Patente, bereits gefertigte Maschinen und Ersatzteile. Juristische Verpflichtungen von Velox gehen dabei nicht auf Hinterkopf über.
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Alexander Hinterkopf, Eigentümer und CEO der Hinterkopf GmbH, begründet den Schritt mit der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens: „Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, es ist für uns strategisch wichtig, die Kompetenzen und Technologien unseres Mitbewerbers Velox unter dem Hiko-Dach zu bündeln. Es war mir eine Herzensangelegenheit, diese Chance zu nutzen, um deren Technologie ein Fortbestehen und Weiterentwickeln zu garantieren. Ich bin überzeugt, kombinieren wir unsere jahrelange Erfahrung, unser Knowhow mit deren Technologien, entstehen neue Ideen und Innovationen, die den gesamten Verpackungsmarkt sowohl ökonomisch als auch ökologisch nach vorne bringen werden.“
Hinterkopf vergleicht die Entwicklung im Digitaldruck mit der Geschichte des Automobils: Am Anfang gab es ein Modell für alle, heute gibt es viele verschiedene Fahrzeugtypen für unterschiedliche Bedürfnisse. Dieses Prinzip überträgt er auf seine Maschinen: „Wenn wir mit Digitaldruck Direct-to-Shape in bestehende Märkte vordringen wollen, müssen wir die Marktbedingungen genaustens kennen und erfüllen. Diese sind gesetzt, an diesen wird nicht gerüttelt. Keiner der Hersteller würde einen Rückschritt akzeptieren. Deshalb spezifizieren wir unsere Digitaldruckmaschinen, um die geforderte Vielfalt anbieten zu können, die die Märkte und Branchen fordern.“
Um das zu erreichen, plant Hinterkopf aktuell mit drei Modellreihen. Die DX-Serie, die für den Technology Excellence Award der PMMI nominiert ist, richtet sich an Betriebe mit kleinen Losgrößen und wechselnden Produktlängen und -durchmessern. Sie eignet sich für Inhouse-Lösungen und ist durch die geringere Investitionssumme auch bei niedrigeren Betriebszeiten wirtschaftlich. Die D-Serie ist seit 15 Jahren am Markt etabliert und bekannt für hohe Druckauflösung und fotorealistische Bilder. Mehr als 60 Maschinen dieser Baureihe laufen weltweit im Dauerbetrieb, rund um die Uhr, das ganze Jahr. Mit der neuen V-Serie will Hinterkopf zusätzlich Tempo in die Produktion bringen und dabei die Produktionskosten auf einem marktüblichen Niveau halten.
Mit dieser Aufstellung will das Unternehmen Digitaldruck Direct-to-Shape für alle zylindrischen Hohlkörper anbieten – abgestimmt auf die jeweiligen Branchenanforderungen. Hinterkopf sieht darin einen Vorteil sowohl für die eigenen Kunden als auch für die bisherigen Kunden von Velox: „Sowohl unsere Kunden als auch die bisherigen Velox-Kunden profitieren von unserem gewachsenen Knowhow. Wir werden bestehende Technologien mittel- bis langfristig weiterentwickeln und so neue Märkte erschließen und gemeinsam den Verpackungsmarkt von morgen gestalten.“
Hintergrund des Engagements ist die Bedeutung der Verpackung für die Kaufentscheidung am Point of Sale: Bevor der Inhalt eines Produkts überzeugen kann, muss es zunächst gekauft werden – und dabei spielt die Dekoration eine wesentliche Rolle. Direct-to-Shape-Digitaldruck soll Herstellern, Abfüllern und Marken dabei helfen, schneller auf sich ändernde Konsumentenerwartungen, kürzere Produktlebenszyklen und die Nachfrage nach individualisierten Verpackungen zu reagieren.
Getroffen wurde die Entscheidung für den Deal im vierköpfigen Geschäftsleitungsteam der Hinterkopf GmbH. Neben Anke und Alexander Hinterkopf gehören mittlerweile auch die Kinder Christina und Christoph zur erweiterten Geschäftsführung. Für Alexander Hinterkopf war es dabei wichtig, alle Beteiligten einzubinden und gemeinsam einen Konsens für die künftige Ausrichtung des Unternehmens zu finden.