Produkt: Deutscher Drucker 12-13/2020
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Aktienrückkaufprogramm und Aktionärsrechtsplan

HP lehnt auch das höhere Übernahmeangebot von Xerox ab

Xerox lehnt auch erhöhtes Übernahmeangebot von Xerox ab
HP hatte zwar zuletzt Gesprächsbereitschaft gegenüber Xerox gezeigt, das nach oben korrigierte Übernahmeangebot von Xerox nun aber trotzdem abgelehnt.

Als HP vor fast zwei Wochen seine Umsatzzahlen für das ablaufende erste Quartal bekannt gab, signalisierte der Hersteller erstmals auch Gesprächsbereitschaft gegenüber Xerox. Man wolle sich an Xerox wenden, um die Möglichkeiten einer Kombination beider Unternehmen zu untersuchen, die HP-Aktionären einen Mehrwert verschaffe, hieß es damals. Zugleich erhöhte HP sein Aktienrückkaufprogramm um 15 Milliarden US-Dollar. Nun hat der HP-Vorstand auch das nach oben korrigierte Übernahmeangebot von Xerox abgelehnt.

Nach Rücksprache mit seinen Finanz- und Rechtsberatern sei HP zu dem Schluss gekommen, dass das Angebot von Xerox, das inzwischen ganz offiziell von 22 auf 24 US-Dollar pro Aktie erhöht wurde, auch weiterhin “nicht im besten Interesse der HP-Aktionäre sei”. Der HP-Vorstand habe den HP-Aktionären daher einstimmig empfohlen, “das Angebot abzulehnen und ihre Aktien nicht gemäß des Angebots anzudienen”.

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Wie Chip Bergh in einer Stellungnahme vom 5. März erklärte, würde auch das neue Angebot HP unterbewerten und darüber hinaus “den Xerox-Aktionären auf Kosten der HP-Aktionäre unverhältnismäßig zugute kommen”. HP schätzt die Schuldenlast eines kombinierten Unternehmens auch weiterhin als “unverantwortlich” ein. Darüber hinaus würden, so heißt es in der Mitteilung, die von Xerox skizzierten Synergie-Effekte und möglichen Kostensenkungen “das vernünftigerweise erreichbare Niveau” überschreiten. Neben diesen führt HP auch noch weitere Gründe für seine Zurückweisung an.

Xerox hatte sein Übernahmeangebot zuletzt erhöht

Xerox hatte sein Übernahmeangebot am 2. März, wie bereits im Februar angekündigt, von 22 auf 24 US-Dollar pro Aktie erhöht. Diese Summe solle sich jeweils aus 18,40 US-Dollar in bar und 0,149 Xerox-Aktien für jede HP-Aktie zusammensetzen. Das Unternehmen hat zudem bekanntgegeben, dass für die Finanzierung der geplanten Übernahme – neben den bereits bekannten Instituten Citi, Mizuho und Bank of America – nun auch MUFG, PNC, Credit Agricole, Truist und Sun Trust Robinson Humphrey als Verpflichtungparteien hinzukämen. Das Angebot von Xerox soll vorerst bis zum 21. April, 17 Uhr New-Yorker-Zeit aufrecht erhalten bleiben.

HP richtet weitere Vorsichtsmaßnahmen ein

Dass HP sich mit allen Mitteln gegen eine Übernahme durch Xerox wehrt, zeigt sich nicht nur an der offiziellen Ablehnung des Angebots. Das Unternehmen hat darüber hinaus sein Aktienrückkaufprogramm um 15 Milliarden US-Dollar erhöht sowie einen – vorerst befristeten – Aktionärsplan verabschiedet, der es verhindern solle, dass Aktionäre mehr als 20 Prozent der Anteile an dem Unternehmen erwerben können.

Eine Antwort von Xerox auf die erneute Ablehnung des Übernahmeangebotes durch HP ist bisher nicht bekannt.

 

Mehr über die mögliche Übernahme von HP durch Xerox und die Chronologie der Ereignisse können Sie auf print.de nachlesen:

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