KI in der Druckerei: Vom Schlagwort zum nützlichen Helfer
von Redaktion,
Künstliche Intelligenz kann die Produktion in Druckereien optimieren.
Drei Wellen in zwei Jahren – und die Druckindustrie steht erst am Anfang. Verschiedene Studien zeigen, wie weit KI im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und was noch kommen wird.
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Wer auf der Drupa 2024 oder auf der Labelexpo 2025 durch die Hallen ging, merkte es schnell: Das waren keine reinen Maschinenmessen mehr. Das Marktforschungsunternehmen Smithers bezeichnete die Drupa 2024 gar als eine Software-Messe. Von den zehn bedeutendsten Entwicklungen der Düsseldorfer Leitmesse wurden sechs als direkt softwaregestützt identifiziert. KI war der Subtext in fast jeder Produktpräsentation. Seither hat sich das Tempo nicht verlangsamt – im Gegenteil
Adam Page, Vice President Reports bei Smithers, beschreibt in einer Analyse der Branche drei aufeinanderfolgende KI-Wellen: Die erste traf 2023 mit ChatGPT, als ein textgenerierendes KI-Tool plötzlich für jeden zugänglich wurde. 2024 folgte Generative AI, die nicht nur Text, sondern Bilder, Grafiken und Videos erzeugen kann. Seit 2025 rollt die dritte Welle: Agentic AI, die eigenständig komplexe Aufgaben löst, ohne dass ein Mensch jeden Schritt vorgibt. Für die Druckindustrie bietet der Vormarsch der Künstlichen Intelligenz neue Chancen.
Wo produzierende Betriebe heute stehen
Die Verbreitung in der Industrie ist unterschiedlich weit gediehen. Das Fraunhofer ISI hat in einer Erhebung zur Modernisierung der Produktion ermittelt, wie weit das gesamte verarbeitende Gewerbe tatsächlich bei der KI-Anwendung ist. Ergebnis: In großen Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten setzt bereits knapp ein Drittel KI in der Produktion ein. Bei Betrieben mit 50 bis 99 Beschäftigten – eine Größenordnung, in der viele Druckereien angesiedelt sind – sind es 18 Prozent. Und weitere 9 Prozent planten zum Erhebungszeitpunkt, KI in Zukunft in der Produktion einzusetzen.
In den USA sind die Betriebe in Sachen KI offensichtlich schon weiter. Das legen die Ergebnisse einer Befragung von Keypoint Intelligence von 2024 unter mehr als 450 Unternehmensleitern aller Branchen in den USA nahe: 47 Prozent der Unternehmen nutzen demnach bereits KI-Tools aktiv. 49 Prozent der Befragten erwarten durch KI moderate bis deutliche Automatisierungsgewinne in ihrer Produktion.
Was das für Druckereien bedeutet
Die Zahlen zeichnen ein klares Bild, aber sie beantworten eine Frage nicht: Was bedeutet das konkret für den einzelnen Druckbetrieb? Welche KI-Anwendungsfälle liefern heute echten Return on Investment – und welche sind noch Pilotprojekte ohne realen Mehrwert?
Genau diese Themen stehen auf der Agenda des European Printing Summit 2026, der am 29. und 30. September im Signal Iduna Park in Dortmund stattfindet. Die Teilnehmer:innen werden konkrete Erfahrungen mit KI-Einsatz und Strategien für eine automatisierte Printproduktion kennenlernen.
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