Dresdner Start-up stellt Fasertechnologie auf Pilzmyzel-Basis vor
von Redaktion,
Mit mycofibre will matabooks den Schritt von der nachhaltigen Anwendung hin zur eigenständigen Werkstoffentwicklung für
industrielle Märkte gehen.(Bild: matabooks)
Das Dresdner Unternehmen matabooks hat auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse seine neue Fasertechnologie mycofibre der Öffentlichkeit vorgestellt. Das biobasierte Material auf Basis von Pilzmyzel soll als funktionale Verstärkungsfaser innerhalb bestehender Papierrezepturen wirken – und damit den Weg für einen deutlich höheren Anteil alternativer Rohstoffe wie Gras-, Stroh- oder Hanffasern ebnen, ohne industrielle Qualitätsstandards zu gefährden.
Anzeige
Die Technologie entstand in mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden und Partnern aus der Papierindustrie. Nach dem erfolgreichen Übergang vom Labor- in den industriellen Maßstab konzentriert sich matabooks nun auf die Stabilisierung der Produktion sowie den Aufbau strategischer Industriepartnerschaften.
Für Inhaber matabooks-Inhaber Kay Hedrich markiert mycofibre einen strategischen Wendepunkt: Gegründet 2018 als nachhaltiger Verlag mit veganen Büchern aus Graspapier, hat sich matabooks schrittweise zu einem materialorientierten Innovationsunternehmen entwickelt. Neben nachhaltigen Printprodukten hält das Unternehmen bereits ein Patent im Bereich einer hybriden Broschur. Mit mycofibre vollzieht matabooks nun nach eigenen Angaben den Schritt von der nachhaltigen Anwendung zur eigenständigen Werkstoffentwicklung für industrielle Märkte. Perspektivisch adressiert die Technologie sowohl die Papier- und Verpackungsindustrie als auch internationale Märkte für biobasierte Werkstoffe.
Über matabooks
matabooks ist ein in Dresden ansässiges Unternehmen mit Fokus auf nachhaltige Material- und Produktentwicklung im Papierbereich. Neben eigenen Printprodukten entwickelt das Unternehmen biobasierte Faser- und Werkstofflösungen für industrielle Anwendungen.