Branchenumfrage BVDM

Zuversicht trotz schwieriger Ertragslage

63 % aller Umfrageteilnehmer gehen für 2018 entweder von stabilen (44 %) oder sinkenden (19 %) Verkaufspreisen für ihre Hauptprodukte bzw. -dienstleistungen aus. 37 % der Unternehmen rechnen hingegen mit Verkaufspreissteigerungen.

Der Bundesverband Druck- und Medien (BVDM) hat im Januar 2018 eine Branchenumfrage mit über 440 Teilnehmer durchgeführt, um ein umfassendes Stimmungsbild der deutschen Druck- und Medienwirtschaft zu zeichnen. Das zentrale Ergebnis: Die Ertragslage bleibt schwierig, aber die Geschäftslage stabilisiert sich.

Die Ertragslage in der Druck- und Medienwirtschaft ist nach wie vor schwierig. Steigende Kosten für wichtige Vorleistungsgüterund anhaltend starker Wettbewerb erlaubten es den Unternehmen
2017 kaum, Kosten in gleicher Höhe an ihre Kunden weiterzugeben. Zugleich nahmen ihre Umsätze leicht zu und ihre Gewinne lagen auf demVorjahresniveau – beides Anzeichen einer sich gegenüber den Vorjahren stabilisierenden Geschäftslage.

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So befürchtet die Branche für 2018 eine weitere Verschärfung der Preissituation bei wichtigen Vorleistungsgütern: Rund zwei Drittel der Unternehmen stellen sich auf teureres Druckpapier ein. Jedes vierte Unternehmen befürchtet sogar Steigerungen von über 5 %. Schon 2017 stiegen die Transport- und Logistikkosten deutlich, die Preise für das Druckpapier sogar stark an.

Den erwarteten Kostensteigerungen stehen 2018 nur moderate Verkaufspreissteigerungen gegenüber: Lediglich 37 % der Unternehmen gehen von höheren Preisen für eigene Druck- bzw. Dienstleistungsprodukte aus. 63 % der Umfrageteilnehmer erwarten hingegen entweder stabile (44 %) oder sinkende (19 %) Verkaufspreise.

Trotz dieser Geschäftsrisiken sind die Druck- und Medienunternehmen zuversichtlich, sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten zu können. In ergänzenden Dienstleistungen rund um das Druckprodukt erkennen mehr als drei Viertel der Unternehmen Geschäftschancen. Für 2018 erwartet die Mehrheit der Umfrageteilnehmer wachsende oder gleichbleibende Umsätze und Gewinne. Viele planen zudem, mehr in Software und effizientere Prozesse zu investieren.

Mit der Branchenumfrage verfügt der BVDM erstmals über eine breite Datenbasis, die über existierende Erhebungen und Statistiken hinausgeht und die deren bestehende Defizite ausgleicht. Die Ergebnisse sollen es den Verbänden Druck und Medien erlauben, noch genauere und vertiefte Einblicke in die Lage der Branche, ihre wirtschaftliche Situation und ihren Ausblick in die Zukunft zu ermöglichen. Künftig soll diese Branchenbefragung einmal jährlich durchgeführt werden. Die Ergebnisse fließen in den Datenpool unter https://www.bvdm-online.de/druckindustrie/ ein.

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